Freitag, 21. April 2017

Zitat im Bild

Manchmal zeigt sich der Abendhimmel so farbig, dass man sich in einem anderen, fernen Land glaubt. Hier dachte ich: ..."Ich hatte eine Farm in Afrika...". Hatte ich natürlich nicht, aber gebt zu, es sieht exotisch aus.
So wichtig wie ich eine Reflexion des Tuns finde, so wichtig ist es aber auch sich nicht vom Streben nach Perfektionismus das Selbstvertrauen zu nehmen.
Dieses Zitat zu einem Abendhimmel, bei dem man wahrhaft Träume für die Nacht gewinnen kann, verlinke ich gerne zu
 
Rabindranath Tagore
lebte von 1861 bis 1941. Er war ein bengalischer Dichter und Philosoph, der mit 67 Jahren auch das Zeichnen für sich entdeckte. Im Jahr 1913 erhielt er als erster Asiat den Nobelpreis für Literatur. Seine Gedichte, Dramen und Romane wurden bereits zu Lebzeiten ins Englische übersetzt und fanden auch in Deutschland Anklang und Anerkennung.
 
Für Euch herrliche farbige Abende und ebensolche Träume
Renee


Mittwoch, 19. April 2017

Gedenkemein & Vergissmeinnicht

Der April macht was er will..... Und dazu gehören Ausblicke auf warme Frühlingstage ebenso wie die Erinnerungen an den Winter. Kurzzeitiger Schnee und Frost im April sind nicht ungewöhnlich. Auch dieses Jahr gibt es seit Ostern Frostnächte, in manchen Regionen Schnee und Graupel. Die vor Kälte schnatternden Wetterfrösche geben allerdings nun Entwarnung und ich hoffe bei Euch gab und gibt es keine allzu großen Frostschäden.
Völlig unbeeindruckt von den Minusgraden sind hier zwei Stauden: Gedenkemein (Omphalodes spec.) und Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla).
Das Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna) hatte ich schon einmal gezeigt. Diese teppichbildende Pflanze blüht hier nun seit Mitte März. Sie fühlt sich in lichtem Schatten unter Gehölzen wohl. Das Besondere: Wurzeldruck der Sträucher oder Bäume macht ihr nichts aus. Ein dankbares und unproblematisches Pflänzchen. Nur bei praller Sonne verbrennen ihre dünnen Blätter.

Eine Sorte davon ist das Weiße Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna "Alba"). Es wächst etwas schwächer, besitzt ansonsten die gleichen guten Eigenschaften. Das Weiß ist so rein und klar - Ihr seht, wie schwer es zu fotografieren ist. Das Grün der Blätter ist ein wenig mehr gelbgrün als die Art. Eine tolle Pflanze, um dunkle Gartenecken im Schatten aufzuhellen!

Absoluter Star unter den Gedenkemein: Omphalodes cappadocica "Starry Eyes"
Die wunderhübschen Blüten zieren eine Pflanze, die kleine Horste bildet. Um davon einen Teppich oder einen Saum pflanzen zu können, muss man Ableger machen (geht sehr gut) oder gleich mehrere Pflanzen setzen. Sie ist weniger wüchsig als das heimische O. verna. Halbschattiger Standort mit gleichmäßiger Bodenfeuchte wird mit üppiger Blüte von April bis in den Juni belohnt.
Kaukasus-Vergißmeinnicht (Brunnera macrophylla) haben sehr ähnliche Blüten wie Gedenkemein. Doch die Blüte tritt in ihrer Bedeutung für die Gartengestaltung hinter den Blättern zurück. Es gibt sehr viele Sorten mit wundervoll gezeichneten Blättern. Oben seht Ihr "Jack Frost". Sie blüht von April bis Juni, ihre Blätter sind bis zum Winter schön. 
Dies ist die Sorte "Dawson´s White". Sie steht kurz vor einem "Frisörtermin".. Warum?
Die Pflanzen treiben aus den Wurzelstöcken aus - aber nicht panaschiert. Verletzungen der Wurzeln sind daher zu vermeiden. Und meine Idee, aus Ablegern den Bestand auszudehnen... klappt bei panaschierten Brunnera-Sorten nicht. Also muss ich diese Teile komplett wieder herausnehmen, allerdings ohne die anderen Wurzelstöcke zu verletzen (die würden dann wieder vergrünen). Etwas knifflig, ich warte noch bis es wärmer ist und die Finger lockerer....
Die Brunnera unbedingt halbschattig bis schattig setzen. Je heller das Blatt, desto schattiger der Standort. Wenn die Pflanzen verblüht sind, schneide ich sie komplett zurück - sie treiben dann frisch aus und versamen sich nicht.
 
Nun dürfen die Gedenkemein & Vergissmeinnicht noch bei
und 
blühen.
 
 
Recht bald wärmere Tage
wünscht Euch
Renee
 


Dienstag, 11. April 2017

Frohe Ostern!

Gerade flaut das schöne Frühlingswetter ein wenig ab. Die Entwicklung der Pflanzen lässt sich aber nicht mehr aufhalten. Zunächst war es nur ein kaum wahrnehmbarer Hauch von Grün in den Bäumen, nun treiben schon fast alle Gehölze aus. Und immer noch gibt es Sonnenstunden, in denen man bis zum prognostizierten Wetterumschwung am Wochenende die Natur geniessen kann.
Dann ist Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi.
Ich finde, der Frühlingsspaziergang, zu dem ich Euch hier mitnehmen möchte, passt sehr gut dazu.
Beim Spazierengehen kann man herrlich auch seine Gedanken wandern lassen...
 Das frische Birkengrün, die Kirschenblüten... die Natur macht es vor:
Auferstehung. Das ist auch Erneuerung. Sich von Ballast befreien. Sortieren. Und gestärkt wieder beginnen.
Und wenn es an Ostern so arg regnet, dass ein Schirm nicht hilft?
Gedankenwandern kann man auch wunderbar auf dem Sofa... 
Frohe und wunderschöne Ostertage
wünscht Euch
Renee

Freitag, 7. April 2017

Zitat im Bild

Zur Belohnung für Eure Ausdauer beim Lesen des letzten textreichen Beitrags geht es heute etwas kürzer zu.
Hier mein Beitrag für
Nova´s "Zitat im Bild"
Der Wurmfarn wird sich in Kürze entfalten und seine typischen Wedel zeigen. Nur eine vermeidliche Wandlung, denn er bleibt doch der Gleiche...
 
Auch wir können das Beste aus unseren Anlagen machen - eine tiefer gehende Verwandlung gelingt wohl nur selten. Ich beobachte, dass insbesondere im Alter die grundliegenden Charakterzüge eines Menschen wieder bzw. immer stärker hervortreten. 
 
Bei Max Frisch kann man annehmen, dass er sich in seiner Lebenszeit soweit entfaltet hat, wie es irgend möglich war: Er begann zunächst das Studium der Germanistik, wechselte dann auf die Architektur. Nach einigen Jahren als Architekt entschied er sich endgültig für die Schriftstellerei und verlies mit aus diesem Grund seine Familie. Eine zweite Ehe zerbrach, weil er allzu Privates autobiografisch veröffentlichte. Bis zu seinem Tod kurz vor seinem 80. Geburtstag war er aktiv und engagiert. Wir alle kennen wohl seine berühmten Romane und Dramen ("Mein Name sei Gantenbein", "Biedermann und die Brandstifter").
 
Eine gut genutzte Zeit für persönliche Entfaltung
wünscht Euch
Renee


Donnerstag, 6. April 2017

Eingehen wie eine Primel? Aber nicht doch!

Primeln gibt es seit Monaten zu kaufen und im Garten blühen die frühen Sorten jetzt auf.
Leider verschwinden eine Menge der gekauften Pflanzen auf dem Grünabfall oder gehen im Garten ein. Das muss nicht sein.

Primeln mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Wieviel Sonne die Primeln vertragen hängt sehr vom Boden ab. Denn ihre Schwachstelle ist die richtige Wasserversorgung. Sie mögen es bis auf Ausnahmen frisch bis feucht. Diese gute  Wasserversorgung ist in Lehmböden bzw. Böden mit hohem Humusanteil gegeben, weil sie Wasser gut speichern können. In Sandböden  versickert das Wasser rasch, man muss mehr gießen. Stehen die Primeln dann  noch sonnig, verdunstet zusätzlich Wasser und die Pflanzen vertrocknen. Wie so oft ist aber auch das Gegenteil, eine zu hohe Wasserversorgung oder Staunässe, von Übel. Dann rächt sich die Primel mit dem Verfaulen der Blätter, der Wurzel. Oder sie verabschiedet sich trotzig durch Verschimmeln.
Links: Kissenprimel in Flieder (Primula juliae "Groenekan´s Glory" und die Ursprungssorte in Magenta (Primula juliae) Rechts: Himmelschlüssel (Primula elatior).
Primeln mit niedrigen Pflegeansprüchen
 
Daher würde ich Primeln bei leichterem Boden (den man mit etwas Kompost oder Betonit bindiger machen kann) nicht zu sonnig zu setzen. Der Gehölzrand mit lichter Übertraufung oder im Halbschatten von höheren Stauden (reizend sehen zum Beispiel  der rote Pfingstrosenaustrieb zusammen mit hellgelben Primeln aus) sind gute Plätze. Solange feucht (nicht nass!) halten durch Gießen, bis die Pflanzen eingewachsen sind, denn die kleinen Ballen trocknen in dieser Anfangsphase sehr schnell aus. Danach kann die "Intensivpflege" etwas runter gefahren werden. Doch Austrocknen sollten die Pflanzen natürlich auch später nicht.  In Lehmboden können die Wassergaben deutlich reduziert werden und sonnigere Standorte gewählt werden.
Schlüsselblumen und Aurikeln gedeihen mit Sonne besser als im Halbschatten, wobei die Schlüsselblumen recht robust sind. Aurikeln sind dagegen ein Kapitel für sich. Kann klappen, muss aber nicht…Topfkultur wertvoller Sorten ist hier ratsam.
Links oben: Garten-Aurikel (Primula pubescens) Links unten: Echte Schlüsselblume (Primula veris) Rechts: Primula vulgaris - Ist sie nicht reizend, diese unverzüchtete Ursprungspflanze der Kissenprimeln?
 
Kugelprimeln (Primula denticulata in Sorten) - Sie sind für Schneckenschutz besonders dankbar.

Zur Teichrandbepflanzung und für andere sehr feuchte Standorte eignet sich vor allem die Rosen-Primel, da sie nicht so empfindlich auf Nässe reagiert. Die haben sich bei mir allerdings nicht gehalten.

Pflanzen leben nicht nur von Licht und Wasser, auch etwas Dünger wird nicht verschmäht.  Komposterde leicht um die Primeln gestreut oder Hornspäne sind im Frühjahr eine Hilfe, wenn die Pflanze für die Blüte so viel leisten muss. Ich verwende gerne Tomaten- oder Beerendünger.

Wie bei vielen Stauden sollte man große Pflanzen teilen und die Stücke neu pflanzen. Dadurch bekommt man nicht nur umsonst kräftige, angepasste Primeln, sondern erhält der Mutterpflanze auch die Vitalität und Blühfreudigkeit. Sonst kann es sein, dass die Primel immer weniger wird.
Achtung! Die meisten Primelarten enthalten das Kontaktallergen Primin, das zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen kann. Handschuhe können hier Unschönes vermeiden. Bei reichlichem Verzehr führt der Wirkstoff zu Magenschmerzen und Übelkeit. Also lieber  den Kühlschrank gefüllt halten, damit keiner im Garten weiden muss...
Gefüllte Primeln oder auch Rosenprimeln - nicht zu verwechseln mit Rosen-Primel oder Sumpf-Primel (Primula rosea) - werden in verschiedenen Züchtungsreihen angeboten. Sie bilden viele Blüten, brauchen daher etwas mehr Dünger. Das Ausputzen der welken Blüten verhindert Fäulnis. Alle zwei Jahre teilen! Das sind Hochleistungspflanzen, die gärtnerische Unterstützung brauchen.
Auch von Primula elatior gibt es viele Sorten. Hier "Silver Lace Purple".
 
Etwas heikel sind die Primeln, wenn sie länger in den kleinen Kunststofftöpfen gehalten werden. Das kann aus dekorativen oder jahreszeitlichen Gründen im Haus oder auch draußen sein – beides ist nicht ideal, wenn man die Pflanzen dauerhaft kultivieren will. Das liegt daran, dass die Primeln in der Regel in einem Substrat gepflanzt sind, dass sich gut mit Wasser vollsaugt und ebenso schnell austrocknet. Verschimmeln oder vertrocknen, das ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Fingerprobe, wie feucht der Ballen ist. Und nicht auf die Blätter gießen, keinesfalls in den mittleren Bereich. Ich stelle sie auf Untersetzer, in die das Wasser kommt.
Eigenwillige Neuzüchtungen fallen in den Folgejahren oft blasser und weniger extravagant aus. Das ist oft gar nicht schlimm, sogar spannend. 

So, viel Text - aber jetzt wisst Ihr Bescheid. Primel-leicht!
Viel Erfolg und eine gute Zeit
wünscht Euch
Renee


Diesen Beitrag darf ich auch zu
Jutta´s Natur-Donnerstag
verlinken. Wir treffen uns dort!
Und am Samstag wird bei
Loretta & Wolfgang
wieder die Garten-Glück-Party gefeiert. Ihr kommt doch?!