Mittwoch, 25. Januar 2017

Es blüht - auf dem Papier

Sammelt Ihr auch Pflanzenkataloge, Prospekte und schöne Fotos aus Zeitschriften?
Alles in eine Kiste, eine Schachtel.... Und da liegen sie dann, werden mehr und mehr. Und man vergisst, welche Schätze gehortet sind. Aus den Augen aus dem Sinn..
Zeit, sie wieder hervorzuholen und mehr ins Licht zu rücken!
So kommt auch dieses ewig nicht benutzte Laminiergerät zum Einsatz..
Besonders für dünnes Papier ist das Laminieren vorteilhaft, weil es so viel robuster wird.
Unbedingt an eine schöne Rückseite denken und diese mit verarbeiten!
Aus den schönsten Pflanzenbildern werden nun Frontblätter für Notizbücher.
Ich verwende sie später für Ideen im Garten, habe immer eines parallel zum Lesen von Gartenbüchern, damit ich mir sofort Interessantes aufschreiben kann.
Ein einfaches Bindegerät und dazu wieder eine Resteverwertung: Nämlich passend geschnittenes Papier, dass nur  zum Teil bedruckt wurde und noch viel freie Fläche hat.
Ein kleines Lesezeichen eingefügt macht es etwas netter - kann man nämlich auch verschenken...
Kein Bindegerät? Macht nix. Mit einem Locher geht´s auch. Nur nicht zu feste das Band verknoten, sonst kann man schlecht blättern. Wieder an schöne Rückseiten denken.. Hier habe ich wegen des festen Kartons der Bilder nicht laminiert, sondern nur Vorder- und Rückseite je eines Umschlagkartons zusammengeklebt.
Und es fallen sogar Lesezeichen ab. Die dünnen Bändchen schneide ich von Kleidungsstücken ab, denn hier sind sie besser verwendet als bei Pullovern, die ich nie daran aufhängen würde.
Und das Allereinfachste: Mal was Neues in einen Wechselrahmen!
Sieht doch nach viel mehr aus, als es ist..
Sicher fallen Euch weitere Verwendungsmöglichkeiten ein, dies hier sind ja nur ganz einfache Ideen. Wenn Ihr inspiriert seid, freut es mich
Herzliche Grüße
Renee


Samstag, 21. Januar 2017

Zitat im Bild

Und wieder ist es Zeit für das
"Zitat im Bild"
bei

 Nova 

Immer noch geschlossene Schneedecke und klirrende Kälte.
Jetzt brauche ich eine aufmunternde Vorausschau auf die Blütensaison! 
 
Das Foto zeigt eine meiner Lieblingstaglilien -
Igor

vom Züchter Pat Stamile in 2000 registriert.
Die Pflanze ist etwa 120 cm hoch, die Blüte erreicht einen Durchmesser von ca. 25 cm.

Das Zitat stammt von Sophie Bernhardi, geborene Tieck.
Als Mädel hatte sie in ihrer Zeit einen erschwerten Zugang zur Bildung. So wurde ihr - anders als den beiden, später berühmten Brüdern - der Besuch eines Gymnasiums verwehrt. Heirat und die Geburt von drei Kindern hielt sie aber nicht von ihrem schriftstellerischem Schaffen ab. Ihre erste Ehe war unglücklich und endete in einer Scheidung nach jahrelangem Streit über das Sorgerecht. Tragisch: Zwei der drei Kinder starben. Ihre zweite Ehe führte sie nach bewegten Jahren nach Estland, wo sie mit ihrem Mann, Baron von Knorring, bis zu ihrem frühen Tod mit nur 58 Jahren, lebte.
Eine Heimatsehnsucht, der Wunsch nach Liebe und Geborgenheit kommen in ihren Werken zum Ausdruck.

Dass Ihr Eure poetische Seite entdeckt
wünscht
Renee
 
 


Mittwoch, 18. Januar 2017

Schmetterlinge im Winter

Der Winter hat uns hier im eisigen Klammergriff. Januar und Februar sind zwei Monate, die sich gefühlt viel länger ausdehnen, als sie tatsächlich sind. Und dieses Jahr meint Frau Holle es wirklich sehr gut mit uns....
 Ich sehne mich nach Farbe, nach Wärme und Blüten. Jetzt sind Schmetterlingsorchideen (Phalaenopsis) mein pflanzlicher Rettungsanker.
 
Diese völlig unkomplizierten Orchideen sind heute vom Floristik-Fachgeschäft über Gartencenter bis zum Lebensmitteldiscounter überall zu haben.
Die frühere Rarität hat sich zum Allerweltblümchen entwickelt. Und trotzdem:
Sie sind immer noch edel, elegant und schön. 
Natürlich gibt es nach wie vor Besonderheiten, so zum Beispiel duftende Schmetterlingsorchideen, die man nicht so einfach bekommt. Aber ich meine, man muss gar nicht so weit suchen, um zum Beispiel ganz ausgefallene Blütenzeichnungen zu finden.
Oft "rette" ich welche, die abgeblüht und krumpelig auf dem Ramschtisch stehen - dann gibt es später eine Blütenüberraschung!
Phalaenopsis benötigen 18° bis 25° Celsius, dabei sollte es nachts etwas kühler sein, jedoch nicht unter 16°C. Bei einem Temperaturunterschied von etwa 5 Grad entwickeln sich die Blütenstiele. Bitte hell, aber keine direkte Sonne.
Ein guter Freund der Schmetterlingsorchideen ist das Usambaraveilchen: Wo es noch blüht, da ist es auch für eine Phalaenopsis hell genug.
Die meisten Pflegepannen passieren beim Gießen.
So mache ich es:
Nur ganz wenig zimmerwarmes Wasser!!
Ich gieße einmal in der Woche etwa einen Eierbecher voll. Das Wasser muss ablaufen können, sonst faulen die Wurzeln. Daher sind die Orchideentöpfe sehr sinnvoll.
Wenn die Orchidee runzlige, schlappe Blätter hat, liegt das nicht am Wassermangel! Sondern am Überfluss..

Wenn die Orchideen nachblühen, sollte der Blütenstiel nach und nach hochgebunden werden. Sonst werden sie möglicherweise unschön in die Horizontale wachsen und das ist kein Augenschmeichler. Nur bei den Minis, wie unten abgebildet, verzichte ich auf ein Stäbchen, weil es mir da so besser gefällt.
Wenn die Pflanzen zu groß geworden sind, kann man problemlos in Orchideenerde umpflanzen. Schneidet die Luftwurzeln so wenig wie möglich ab.
Ich dünge nur minimal - bisher gab es keine Beschwerden...
Schmetterlingsorchideen blühen immer wieder nach. Es wird geraten, den alten Blütenstiel nicht ganz abzuschneiden, damit sie aus den Terminalknospen austreiben können. Nun, dass sieht dann aber einfach scheußlich aus! Ich schneide alte Stiele ab. Sie schieben neue Blütenstiele nach, spätestens in der nächsten Winterperiode.
Die Blütendauer ist zudem stark von der Sorte abhängig. Gelbblühende Sorten blühen am längsten. Je dunkler die Blüte, desto kürzer ist bei mir die Blütenzeit.

Allgemein würde ich sagen: Schmetterlingsorchideen sind keine Pflanzen, die man mit liebevoller Pflege überschütten sollte. Lieber mal in Ruhe lassen - dann sind sie wirklich unproblematisch.

Wirkt mein Plädoyer für die Schmetterlingsorchideen?
Lasst mich wissen, welche Zimmerpflanzen ihr gerne habt.
Herzlich
Renee
 

Samstag, 14. Januar 2017

Zitat im Bild

Sinnsprüche, Lebensweisheiten und Äußerungen von Persönlichkeiten,
die zum Nachdenken anregen oder auch die eigenen Gefühle und Empfindungen so treffend ausdrücken, wie man es selbst nicht könnte -
ganz mein Fall!
 
Daher ist auch die Idee von
 
ein Zitat mit einem passenden Foto zu verbinden
ein Projekt, bei dem ich gerne mitmache.
 
Hier mein Beitrag: 
 
Carmen Sylva ist das Pseudonym, dass Prinzessin Elisabeth Pauline Ottilie Luise zu Wied (verkürzt Elisabeth zu Wied) für ihre schriftstellerische Tätigkeit wählte.
Durch Heirat wurde sie Königin von Rumänien (1881). Ihre Tochter verstarb im Alter von nur 3 Jahren. Dieser Schicksalsschlag hatte bestimmt Einfluss auf ihren künstlerische Arbeit. Trauer, eine gewisse Schwermut, aber auch Energie und Hinwendung zum Leben kommen in ihren Werken zum Ausdruck.
 
 
Dass Ihr das Glück in den kleinen Dingen des Lebens immer finden könnt
wünscht Euch
Renee 
 


Mittwoch, 11. Januar 2017

Winter in Sepia

Bis zum Wochenbeginn lagen die Temperaturen weit unter der Frostgrenze. Trotzdem zog es uns nach draußen - denn die Natur war mit einer leichten Puderzucker-Schneedecke bestäubt und herrlich anzusehen. Der blaue Himmel, der Fotos so wundervoll aussehen lässt, fehlte. Und doch hatte die Stimmung der Landschaft etwas anziehendes. Ein Hauch von Vintage in den Farben.
Wie alte Schwarz-Weiß-Fotos, die mit der Zeit gealtert sind und einen Stich ins sepia-braune haben.
 
Die Beeren des Gemeinen Schneeballs (Viburnum opulus) geben nicht nur ein paar Farbtupfer, sondern sind Nahrung für mindestens 22 Vogel- und 11 Säugetierarten

 
 Das längst abgeerntete Maisfeld - eine beruhigende, meditative Stimmung.
Die Saatkrähen waren nicht zu hören, vielleicht lag es daran, dass keine Melancholie aufkam.
 
Dann fiel Mitte der Woche der Schnee geballt. Für die Stauden ist die isolierende Decke gut - aber dies ist nun schon hart an der Gefahr zum Schneebruch für die Gehölze. Der Straßenverkehr war erschwert bis unmöglich mit allen Folgen. Auf dem Land kann man da schnell recht isoliert sein. Nein, ich bin kein Freund des Winters und immer froh, wenn die kältesten Monate Januar und Februar vorüber sind.  

Herzliche Winter-Grüße
Renee

Donnerstag, 5. Januar 2017

Meine kleine Frauenschuh-Sammlung

Frauen und Schuhe....
 
Ja, ich bekenne mich vollumfänglich schuldig -
bei neuen Schuhen fällt mir der Verzicht schwer.
Allerdings trifft dies weniger den Schuhschrank in der Diele als die Fensterbänke im Haus.
Es sind Orchideen der Gattung Paphiopedilum, die es mir angetan haben - zu deutsch:
Frauenschuh-Orchideen
Paphiopedium callosum
 
Daher ist es fast ein Glück, dass sie weniger stark angeboten werden, als die überaus beliebten Schmetterlingsorchideen (die mein Herz natürlich auch längst erobert haben).
Das begrenzt die Zahl und macht auch die Jagd nach neuen Exemplaren spannender.
 
Frauenschuhe bilden keine Luftwurzeln aus. Oft brauchen sie kein Stützstäbchen und ihr Blattwerk ist üppiger als das der Schmetterlingsorchideen und insgesamt attraktiver.
 
Rein grünlaubige Arten mögen es nachts ein wenig kühler als am Tag. Und im Winter ein paar Grad kühler als im Sommer. (Winter 18°/20°C tags und 14°/16°C nachts - Sommer 20°/22°C tags und 17°/19°C nachts). Marmoriert-blättrige Arten sind auf eine durchgehende Wärme von 20°/25° C im Sommer und 17°/22° C im Winter angewiesen.
So heißt es. Das passt gut mit den üblichen Heiz-/Wärmebedingungen im Haus.
 
Der Standplatz sollte hell, aber ohne direkte Sonne sein.  Je grüner das Blatt, desto mehr Schatten.
Angegeben wird auch eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das habe ich nicht und helfe mit gelegentlichem Sprühen nach und das reicht.
Wasser bekommen sie einmal in der Woche. Manche schwören auf Tauchen der Töpfe. Ich gieße und zwar einen Schluck (Schmetterlingsorchideen bekommen nur ein Schlückchen). Wichtig ist: das Substrat muss abtrocknen können, Staunässe darf nicht entstehen.
Ach ja, Dünger.... Minimal. Ganz, ganz wenig einmal im Monat im Winterhalbjahr. So mache ich es und bei meinen Pflanzen wird das gut aufgenommen. Vor Jahren hatte ich nach Kulturanleitung öfter gedüngt und wurde in Folge mit Ausfällen durch Versalzung der Wurzeln bestraft.  
Neben "Pantoffeln mit Komfortweite"
gibt es zierliche Slipper und feine Abendschuhe....
Mein Star ist ein "Brautschuh": Die reinweiße und kaum noch angebotene Paphiopedilum Deperle, eine Züchtung von 1980 von M. Lecoufle - natürlich aus Paris!
 
Wie steht es um Eure Schuhsammlung?
Ich freue mich über Eure Kommentare, vielleicht weiß sogar jemand Namen meiner unbekannten Hybriden oder wie man das herausbekommen könnte. 
Mit Schuhgeklapper
Renee