Dienstag, 5. September 2017

Pflanzenmarkt im Hessenpark

Am Wochenende war im Hessenpark in Neu-Anspach wieder einmal Pflanzenmarkt. Diese Veranstaltung gibt es traditionell jedes Jahr im Frühling und im Spätsommer. Aller Arbeit und Verpflichtungen zum Trotz haben wir uns auf den Weg gemacht - und es nicht bereut!
Wenn ihr möchtet, nehme ich euch mit...
Der Hessenpark ist ein Freilichtmuseum und bei herrlichem Sonnenschein waren die alten Häuser eine wunderbare Kulisse für den Pflanzenmarkt.
Um einige Gebäude gibt es typische Bauerngärten. Hier über den Zaun zu schauen macht richtig Spass!
Aber natürlich waren wir in erster Linie wegen der Pflanzen hier. Die beiden sicher bekanntesten Anbieter waren Fransen-Hostas aus den Niederlanden und die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin.
Da im Freilichtmuseum auch alte Handwerkskünste gezeigt werden, passten eine Korbflechterei und viele Töpferwaren sehr gut zum Ambiente und Angebot des Marktes. Ja, es heißt zwar "Pflanzenmarkt", doch es gibt darüber hinaus einiges an Kunsthandwerk und Kulinarischem. Uns gefällt diese Mischung. Aber ganz klar gesagt: Eine Pflanzenraritäten-Börse ist dies hier nicht. Das sollte man wissen, um nicht enttäuscht zu sein.
Von der Farbenpracht konnte ich nach den vielen Schreibtischtagen gar nicht genug bekommen... Sagt, habt ihr auch so einen Rittersporn-Appetit?? Jahrelang hat er hier keinen Fuß mehr auf den Gartenboden bekommen, wegen Schnecken und Hinfälligkeit. Jetzt habe ich wieder richtig Lust auf Blau, Blau, Blau!!
Noch mehr Farbe...
Und noch mehr! Macht hungrig so ein langer Marktmarsch, oder? Also, was kann ich euch da anbieten...
Es gibt Stände mit vielen Leckereien. Von Süß bis Sauer ist einiges vertreten. Für den kleinen Hunger und zum Mitnehmen. Gemütlich sitzen kann man in den Gaststätten des Museums - drinnen wie draußen.
Gestärkt ist die Vielfalt an Tomaten, Kürbissen und Zitrusfrüchten, Knoblauch und anderen Gartenfrüchten entspannter zu genießen.
Sehr gefallen haben mir diese Tischdecke aus Frankreich, das charmante Vogelhäuschen und die Stäbe mit Glasperlen.
Am Ende des Nachmittages waren wir an Eindrücken, frischen Kartoffelchips und Pflanzen gesättigt, hatten den Beutezug erfolgreich abgeschlossen.
Es wurden einige Taschen mit Pflanzen im Auto verstaut. Sogar einem Stachelbeerbäumchen konnten wir eine Mitfahrgelegenheit und im Garten Asyl geben.
Diese schöne Taglilie "White Jade" hat es mit ihren vielen Knospen unbeschädigt nach Hause geschafft. Und einige raffinierte Marmeladen aus einer riesigen Auswahl (und alles wirklich selbstgemacht!). Hat man jemals von der Sorte "Möhre&Whisky" gehört?? Sooo lecker!!! Außerdem zeichnet sich ein weiteres Sammelgebiet ab... Muscari. Denn selbst wenn man eigentlich keine Hand mehr frei hat und der Garten voll gepflanzt ist - ein paar kleine Zwiebelchen gehen immer noch.
 Herzlichen Dank, dass ihr mich begleitet habt!
Im kommenden Jahr gibt es den Frühlings-Pflanzenmarkt im Hessenpark am 5. und 6. Mai.
Vielleicht sehen wir uns?
 
Farbenfrohe Septembertage für euch
Renee




Mittwoch, 30. August 2017

Mal was anderes - Teufelsabbiss und andere Spätsommerblüher

Der Sommer ist in diesem Jahr geprägt von wenig Zeit und viel Unkraut. Eine ungünstige Mischung... Am besten ist es, sich nicht zu quälen mit der Vorstellung und Zielvorgabe eines perfekten Gartens. Stattdessen lieber genießen was schön ist!
Die Zeit des Um- und Neupflanzens ist in Kürze da. Falls noch Anregungen für Neuzugänge gesucht werden, die man nicht so häufig in Gärten sieht, kann ich diese empfehlen:
 
Echinacea purpurea "Green Jewel" - Grüner Sonnenhut
Von der Flut an neuen Echinaceasorten und der Begeisterung ist nicht sehr viel geblieben. Sehr gut und über bisher 5 Jahre hat sich die Sorte "Green Jewel" gehalten. Die Blüte ist wirklich grün und verblasst nicht. Sie ist äußerst standfest mit einer Höhe von etwa 70 cm, blüht von Juli bis September. Als Zugabe gibt es noch einen leichten Blütenduft. Schaffe ich es das Verblühte rauszuschneiden, bildet sie neue Blüten. Wie alle Sonnenhüte ist "Green Jewel" ein Sonnenkind. Teilung nach einigen Jahren und regelmäßige Düngung halten sie jung.
In Verbindung mit weißem Phlox, ich denke an die Sorte "Jade", oder anderen weißen Stauden oder als Vorpflanzung zur Hortensie "Annabell" sieht sie wunderbar aus ... dieses Juwel passt zu vielem.
Succisa pratensis -  Gewöhnlicher Teufelsabbiss
Diese zarte Schönheit besticht durch ihre Farbe. Das Lila der kugeligen Blütenköpfchen zieht die Blicke auf sich. Die Pflanze wird ungefähr 80 cm hoch und liebt Sonne. Der Teufelsabbiss braucht einen freien Stand, will nicht bedrängt sein. Die Bienenweide blüht bei mir von August bis Mitte September.
Einen Versuch mache ich gerade mit Moorabbiss - Succisella inflexa “Frosted Pearls”. Diese blüht weiß und mag etwas feuchteren Boden als Succisa. Bisher vermehrt sie sich gut, aber das Lila von Succisa sagt mir mehr zu.
Beide Pflanzen werden leicht optisch erdrückt, so dass zu wuchtige oder farblich dominantere Pflanzpartner ungünstig sind. Ich pflanze niedrige (und sonnenverträgliche) Hosta, Geranium cinereum "Ballerina" und andere polsterartige Pflanzen dazu. Je nach Sorte ist auch Sonnenbraut zu Succisa eine gute Wahl.
Gentiana asclepiadea - Schwalbenwurz-Enzian
Ungewöhnlich hoch für einen Enzian mit etwa 50 bis 60 cm kommt die Farbe viel besser zur Geltung als bei einer niedrigen Sorte. Dieses klare Blau ohne Lila besitzt in meinem Garten keine andere Pflanze. Er blüht von Juli bis September und fühlt sich an halbschattigem, frischem Standort wohl.
Die Kombination mit gelben Stauden unterstreicht die Farbe noch. Raffiniert ist die Zusammenpflanzung mit Hostasorten, die zu diesem Zeitpunkt ein goldgelb vergehendes Blatt haben.
Sanguisorba hakusanensis  - Koreanischer Wiesenknopf
An diesem Wiesenknopf schätze ich die moderate Höhe von ca. 60 cm, die sich gut in die Beetmitte integrieren lässt. Andere Sorten werden erheblich höher und sind eher für den Beethintergrund geeignet. Diese niedlichen Flaschenputzer sind von der Knospe bis zum Verblühen hübsch anzusehen. Sie stehen aufrecht und blühen hier von Juli bis September. Auch hier lohnt es sich Verblühtes herauszuschneiden, um die Blütezeit zu verlängern. Sie möchten Sonne! Und wie alle Wiesenknöpfe wird frischer bis feuchter Boden geliebt. Hier haben Lehmgärten einen großen Standortvorteil.
Die bis zu 10 cm langen Blütenähren sind ein echter Eye-Catcher und lassen sich mit anderen Blütenformen wundervoll kombinieren. Spätblühender Phlox, Echinacea, Schafgarbe und Geranium "Rozanne" - oh, ich liebe die Zeit des Umpflanzens und der neuen Möglichkeiten!!
 
Wie steht´s bei euch? Warten schon Pflanzen auf den Spaten und gibt es bereits Bestell-Listen?
Für euch eine erfüllte und kreative Gartenzeit
Renee






 

Dienstag, 22. August 2017

Wenn Engel und Männer kochen....

...dann schmeckt es oft himmlisch, besonders, wenn mein Mann das Ruder bzw. den Kochlöffel übernimmt.
Und dieses Glück habe ich sehr oft - Essen liegt mir mehr als Kochen...
Zu aller Glückseligkeit gibt es noch Steigerungen. Wenn man zum Beispiel eine Schüssel mit frisch gesammelten Pfifferlingen geschenkt bekommt.
Dies hat der Küchenchef daraus gemacht:
Salbei-Gnocci mit Pfifferlingen
Um zwei Leute pappsatt zu bekommen braucht ihr
 
500 g Gnocci (wir nehmen fertige, wer Zeit und Lust hat, kann natürlich auch selbst..)
etwa zwei Hände voll Pfifferlinge (wurden vergessen zu wiegen)
gewürfelten Schinkenspeck nach Belieben
Öl zum Anbraten
150 ml klare Gemüsebrühe
eine Zwiebel
Salbei (am besten frisch, ein Dutzend Blätter)
geriebenen Pecorino oder anderen Parmesankäse
100 ml flüssige Sahne
 
Die Pilze werden geputzt, die Küchenhilfe (das bin ich...) darf die Zwiebel klein würfeln.
Und dann in den Garten gehen, um den Salbei zu schneiden.
In der Küche werden derweil die Gnocci gekocht,
die Zwiebeln mit dem Speck und den Pfifferlingen angebraten. Abgelöscht wird mit der Brühe.
Bitte versagt euch das Ablöschen mit Rotwein, dass würde das Aroma des Salbei und der Pilze ruinieren und passt besser bei Champions. Aber ein Glas für die Köche ist erlaubt!
Wenn alles etwas eingekocht ist, die Sahne zufügen. Noch mal ein paar Minuten einkochen lassen.
Die längst fertigen Gnocci dann mit dem in feine Streifchen geschnippelten Salbei dazu geben.
Während der Chefkoch das große Ganze im Blick hat und rührt, darf die Küchenhilfe den Käse reiben.
Nach einer halben Stunde Gesamtkochzeit mit Vorbereitungen sieht das Ergebnis so aus:
Zum Schluss den Käse auf dem angerichteten Teller über die Portion streuen
Guten Appetit!
 
Nicht vegetarisch, nicht vegan. Über Kalorien sprechen wir nicht.
Aber ....... so lecker!!!
Schmeckt natürlich besonders gut, wenn an einem "lauen Sommerabend" draußen gegessen werden kann.
 
Man kann sicher viele Variationen davon brutzeln. Viel Spass beim Kochen - und Augen auf beim Pilze suchen
wünscht euch
Renee




Donnerstag, 17. August 2017

Little Showman!

Mengen von Arbeit - ich komme zu nichts.
Aber dies müsst ihr sehen:
Heute morgen öffnete die erste Blüte (und es ist die erste Blüte überhaupt die von dieser Tagliliensorte hier blüht) von
Little Showman
Der Name ist Programm: Die Blüten sind nur 7 cm im Durchmesser groß, etwas um 40 cm Höhe erreicht das zarte Pflänzchen.
Gezüchtet wurde sie von Grace Stamile, die sie im Jahr 2007 registrieren lies.
Die Farbe Blau ist rar bzw. bisher nur in Anklängen oder Teilen bei Augenbändern/Mustern erreicht. Und damit ist auch der zweite Teil des Namens, der "Showman" erklärt.
 So strahlte der kleine Wicht mich heute morgen an!
Die Pflanze ist im Topf, denn sie ist etwas winterempfindlich. Immergrüne Taglilien mit der Farbe Blau können oft etwas heikel sein. Hier würde ich immer Winterschutz oder sogar Topfkultur empfehlen. Interessant ist, dass die Pflanze bei mir immergrün ist, dabei aber als Laub einziehend (dormant) registriert.
 Dazu kommt, dass "Little Showman" nicht einfach zu bekommen ist. Und auch eher im höheren Preissegment liegt. Da will ich sie umso weniger verlieren..
Hier nochmal vor ruhigem Hintergrund - auch ein Vorteil von Topfkultur, dass man den Standort wählen kann ;-)
 
 
Mit einer Blüte einen ganzen Post geschrieben... oh je..
Ihr Lieben, verzeiht es mir. Ich gelobe Besserung, sobald es arbeitsmäßig ruhiger wird.
 
 
Herzlichen Dank für´s Reinschauen, habt eine gute Zeit
Renee
 

Mittwoch, 9. August 2017

Augustblüten

Heute Morgen zeigten sich die Pflanzen von ihrer besten Seite. Ganz klar ein Komplott, um mich von der Arbeit abzuhalten.... Doch so schwer es auch fällt nicht die Tage im Garten zu verbringen - bis zum Urlaub dauert es noch ein wenig. 
Kommt, ich nehme euch mit auf eine kleine Gartenrunde!
In diesem Beet haben die Lilien das Kommando übernommen. Echinacea alba schaut ehrfürchtig auf...
Kalimeris, Phlox mit Veronicastrum und die Ballhortensie "Annabell" - Weiss ist nicht gleich Weiss
Diese gelbe Echinacea hat sich bisher gehalten. Schön dazu Sanguisorba tenuifolia "Alba" mit hohem Helenium 
Phlox, Phlox, Phlox.......
Bergenie! Ja!! Es ist die Sorte "Herbstblüte", die zuverlässig im Frühjahr und jetzt erneut blüht.
Neben all dem Phlox und den Echinacea sind als niedrige Begleiter Dianthus amurensis (lila - links unten) und Coreopsis verticilla "Zagreb" (hellgelb - rechts oben) ganz wunderbar. Winterhart, anspruchslos und "showy"!
Taglilien.... hier die späte Sorte "Savannah Debutante"
Wenn die Taglilie "Final Cut" mit der Blüte beginnt, der zarte Phlox "Angelica" im Beet schwebt, dann ist auch die Zeit der Herbstanemonen gekommen.
 Physostegia (Gelenkblumen), Echinops (Kugeldistel), Anaphalis (Perlkörbchen) und Echinacea (Sonnenhut) - fertig ist das Spätsommerbeet!
Ist es nicht herrlich, dass noch so viel blüht?
Lasst uns viel Farbe und Licht tanken - der Sommer ist nicht zu Ende!!
Sonnige Tage für euch
Renee
 
 Mehr Gartenglück könnt ihr bei
Loretta & Wolfgang
finden.
Unbedingt mal reinschauen!

Donnerstag, 3. August 2017

Blattwerk!

Es ist nicht so, dass es keine Taglilienblüten mehr gibt.....
Aber jetzt muss ich mal was anderes zeigen, damit es nicht langweilig für euch wird. Und daher etwas Blattwerk zur Beruhigung der Augen!
Ich möchte euch aus der Vielfalt der Hosta drei Sorten vorstellen, die jede für sich ganz besondere Eigenschaften haben. Hosta, die ich sehr schätze und für empfehlenswert halte.
Dies ist "Angelique" - eine mittelgroße Hosta von etwa 30 bis 40 cm Höhe und Umfang. Ihre Blätter sind hart und ledrig, so dass sie nicht ganz so empfindlich gegen Sonne und Schnecken ist. Die Blattränder sind im Austrieb gelb, werden dann aber rasch sehr sehr weiß. Die Blüte ist nett, aber nicht spektakulär. Was zeichnet sie aus? Ihre sehr elegante Blattzeichnung. Sie ist wunderbar in einem Topf zu kultivieren und kann so, aber auch im Freiland, Licht in dunkle Ecken bringen. Sie mag Schatten bis Halbschatten und ist ein echter Stimmungsaufheller!
"Fragrant Bouquet"
Hier zeigt sich, dass meine Planung für den Blog noch nicht durchdacht ist.. Denn das worauf es bei dieser Sorte ankommt kann ich gerade nicht zeigen: Es sind die stark duftenden Blüten in einem zarten lila Farbton. Die erste Knospe ist geschoben, doch es wird bis zur Blüte etwas dauern. Was darüber hinaus ebenfalls bemerkenswert ist: Sie verträgt viel Sonne!
In einem großen Kübel (sie wird ca. 60 cm hoch und breit) steht sie hier auf der südexponierten Terrasse. Und ihr wisst, wie heiss und sonnig es selbst in diesem Jahr schon war... Leichte Verbräunungen an den Rändern sind daher zu verzeihen. Aber sie sind wirklich nur minimal. Durch die Sonne wird dazu das schöne Farbspiel der Blätter unterstützt. Es ist eine Hosta für den Topf, denn die Blätter sind dünner, zuckerhaltig und ungemein lecker für Schnecken... Durch den erhöhten Kübelstandort kann man den Duft besser genießen.
"Valley´s Glacier"
ist dagegen hart im Nehmen.
Sie sitzt gerne im Beet und dreht den Schnecken mit ihrem unglaublich harten Blatt eine Nase. Schaut mal, wie unversehrt die Blätter aussehen! Und ihr könnt mir glauben: Hier gibt es viele Schnecken.... Auch hier sind die Blattränder erst gelb, verfärben sich dann cremeweiss. Die Größe der ausgewachsenen Pflanze liegt bei etwa 40 cm Höhe. Sie wird gerne breit und hat dann nichts gegen eine Teilung einzuwenden.
 
Diese Sorten sind bei den einschlägigen Hostaverkäufern zu bekommen und liegen im Preis bei durchschnittlich 10 Goldtalern.
 
Wenn euch diese Pflanzen über den Weg laufen.... es lohnt sich ihnen eine Chance zu geben!
 
Herzliche Grüße aus der grünen Hölle
Renee
 
 Verlinkt zu
Loretta & Wolfgang
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Donnerstag, 27. Juli 2017

Gefüllte Tage - Gefüllte Taglilien

Ihr Lieben,
nun muss ich doch ein Lebenszeichen geben - nicht, dass ihr mich vergesst!
Wenig kommentiert - aber ALLES gelesen!! Nur: Der Garten wollte mich so oft wie möglich sehen...
Wir hatten hier viel Glück mit dem Wetter und so standen die vergangenen Wochen - soweit es irgend zeitlich möglich war - im Zeichen der Taglilien .
Was bedeutet dass für eine passionierte Tagliliengärtnerin?
Nun, zum Beispiel den inneren Schweinehund bekämpfen und gegen den Biorhythmus bereits um halb sieben im Garten stehen und die welken Blüten des Vortages ausputzen.  Würde es sich um eine Handvoll Pflanzen handeln ginge es sicher auch später.... Aber wenn zur Hochblüte jeden Morgen eine Schubkarre voller welker Blüten anfällt, heißt es zeitig aufstehen, um vor Arbeitsbeginn fertig zu sein.
Warum überhaupt die welken Blüten entfernen, da sie nach ein paar Tagen von selbst abfallen? Die Blüten reagieren sehr empfindlich auf Behinderungen und öffnen nicht optimal, wenn sie bedrängt werden. Und es sieht auch einfach nicht schön aus, wenn das welke Zeug rumhängt. Ruiniert das beste Blütenfoto. Und - es macht mir Spass! Vermutlich eine Mischung aus Erntefieber und Ordnungswahn, deren Ausleben gefühlte Glückseligkeit für mich bedeutet.
Tatsache ist, dass die vergangenen Blüten eine herrlich düngende Komposterde ergeben. Solche Kreisläufe sind doch einfach klasse, nicht?
Nicht so populär, von manchen sogar vehement abgelehnt, von mir ins Herz geschlossen: Gefüllte Taglilien
Oben der frühblühende Schnickel Fritz
Heißt wirklich so! Er gehört zu den paeonienblütigen Gefüllten. Hier sind die Staubfäden in zusätzliche Blütenblätter umgewandelt.
Im Uhrzeigersinn von links oben: Spotted Fever - Night Embers - Lacy Doily - Darya

 Sehr schön auch Peggy Jeffcoat, die ganze Blütensträuße bildet. Sie gehört zu dem "Hose-in-Hose"-Typ. Hier sind die Staubfäden normal ausgebildet und die Blüte hat zusätzliche Blütenblätter. 
Absoluter Traum: Sweeping Shadows
 Oben: Dublin Elaine
Unten: Sachsen Red Double
Und die Hände der Gärtnerin... Taglilien färben nämlich ganz wunderbar.
Hier helfen ein paar Spritzer Zitronensaft beim waschen, wenn man nicht blauhändig oder behandschuht im Sommer unter die Leute will..

 Ganz herzlichen Dank für eure Besuche bei mir und die lieben Kommentare.
Auch wenn ich das rückkommentieren nicht geschafft habe: ich freue mich sehr über euer Echo!

Weniger Regen und mehr Sonne
wünscht euch
Renee
 
Mit diesem Beitrag gehe ich zur Linkparty bei
wo das Gartenglück zu Hause ist.



Mittwoch, 12. Juli 2017

Wo der Froschkönig wohnt....

Die vielen Regentänze in den trockenen Wochen haben gewirkt: Es gibt Wasser satt, Regentonne und Zisterne sind voll - und nun könnte es dann bitteschön wieder aufhören....
Warm war und ist es. Der Regen dazu: Das Paradies für den Froschkönig ist in diesem schwül-warmen Kleinklima geschaffen!
Und wo wohnt der Froschkönig? Nicht in einem dunklen Brunnen - nein. Hier!

Elegant schippert er auf seinem Seerosenblatt-Floss durch sein Reich. Scheint die Sonne zu arg, erfrischt ein kühles Bad. Dazu trägt der Frosch von Welt nicht die lästige Krone - nein, ein Seerosenblatt schützt viel besser vor Sonnenstich. Très chic!

Immer interessiert am Geschehen und kann seinen Mund halten, wenn Frau Gärtnerin Ruhe braucht. Immer eine gute Figur - man beachte die elegante Beinhaltung...

Allerdings gibt es Tage, wo die königliche Stimmung verhagelt ist. Da helfen die schönsten Seerosen nicht. Und die Shubunkin-Fische nerven nur...
Ob der Nachwuchs auch so launisch sein wird? Noch kennt er keine Furcht und lässt sich sogar unterm Kinn kraulen.
 
Der Froschkönig hat hier längst seine Froschprinzessin gefunden. Zum Glück, denn mit dem Küssen ist das doch so eine Sache....
 
Glückliche Tage für euch
Renee
 
 
 
 

Samstag, 8. Juli 2017

Zitat im Bild

Neulich beim Kartoffelschälen.....
Es ist nicht die Sorte "Herzkartoffel", sondern der pure Zufall gewesen. Und so kann ich das Brutzeln von Bratkartoffeln nur wärmstens empfehlen, falls jemand sein Herz verloren hat... Hierbei kann man ein Ersatzherz finden - vor allem, wenn man dabei zu Zweit ist!
 
Herzige Grüße
Renee
 
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Nova´s
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Mittwoch, 28. Juni 2017

Rosenbegleiter Taglilien

In den Monaten Juni und Juli ist der Blog einer Tagliliensammlerin zwangsläufig Taglilien-lastig. Es ist die Hauptzeit, in der die Pflanzen erblühen. In welcher über Jahre oder zumindest über ein Jahr lang gehegte Blütenträume wahr werden. Dieser Leidenschaft kann ich natürlich für mich alleine nachgehen - oder euch hier damit langweilen. Beides möchte ich nicht. Daher habe ich mir überlegt, welche Sorten denn zu den wohl beliebtesten Gartenpflanzen, den Rosen, passen.
 
Denn es gibt mehr als orange und gelbe Hemerocallisblüten - die ich nicht mit einem romantischen Rosengarten in Verbindung bringen würde. Hier einige altbewährte Sorten, die man in Staudengärtnereien erwerben kann, die auch schon mal im Gartencenter angeboten werden (obere Bildreihe). Dazu ein paar ein wenig ausgefallenere, die bei Taglilienversendern zu erhalten sind (untere Bildreihe). Alle Sorten sind winterhart!
 
Rosane Rosen und rosane Taglilien - das ist eine Aufgabe, die man kaum bewältigen kann. Nicht nur, dass es kaum machbar ist, das "richtige" Rosa zu finden. Nein, die Farben variieren je nach Wetterlage und Tageszeit. Daher ist es besser zu anderen Farben zu greifen.
Gut funktioniert ein zartes Lila oder Flieder.
 
Ab oben rechts im Uhrzeigersinn: Chosen Love (70 cm hoch); Catherine Woodberry (85 cm hoch); Blessed Art Thou (80 cm hoch); Beyond the Sky (76 cm hoch)

Gut vorstellen könnte ich mir auch ein dunkles Lila.
Ab oben rechts im Uhrzeigersinn: American Revolution (70 cm hoch); Apres Moi (76 cm hoch); Bela Lugosi (80 cm hoch); Grape Velvet (60 cm hoch)
 
Schwieriger ist "Weiß". Immer noch wird die weißeste Taglilie gesucht, gezüchtet... Die meisten haben einen rosa oder gelblichen Stich. Jüngere Sorten zeigen auch grünliche Farbanteile - sehr kühl und edel.
Ab oben rechts im Uhrzeigersinn: Joan Senior (60 cm hoch); Early Snow (80 cm hoch); Margo Reed Indeed (70 cm hoch); Dad´s Best White (70 cm hoch)
 
Und was haltet ihr von diesen Rosenkavalieren? Man kann sie allerdings nirgends kaufen, es sind meine eigenen Züchtungen.
Rosen und Taglilien, ich könnte mir vorstellen, dass sie sich gut vertragen.
Oder?
Rosige Grüße
Renee