Freitag, 21. April 2017

Zitat im Bild

Manchmal zeigt sich der Abendhimmel so farbig, dass man sich in einem anderen, fernen Land glaubt. Hier dachte ich: ..."Ich hatte eine Farm in Afrika...". Hatte ich natürlich nicht, aber gebt zu, es sieht exotisch aus.
So wichtig wie ich eine Reflexion des Tuns finde, so wichtig ist es aber auch sich nicht vom Streben nach Perfektionismus das Selbstvertrauen zu nehmen.
Dieses Zitat zu einem Abendhimmel, bei dem man wahrhaft Träume für die Nacht gewinnen kann, verlinke ich gerne zu
 
Rabindranath Tagore
lebte von 1861 bis 1941. Er war ein bengalischer Dichter und Philosoph, der mit 67 Jahren auch das Zeichnen für sich entdeckte. Im Jahr 1913 erhielt er als erster Asiat den Nobelpreis für Literatur. Seine Gedichte, Dramen und Romane wurden bereits zu Lebzeiten ins Englische übersetzt und fanden auch in Deutschland Anklang und Anerkennung.
 
Für Euch herrliche farbige Abende und ebensolche Träume
Renee


Mittwoch, 19. April 2017

Gedenkemein & Vergissmeinnicht

Der April macht was er will..... Und dazu gehören Ausblicke auf warme Frühlingstage ebenso wie die Erinnerungen an den Winter. Kurzzeitiger Schnee und Frost im April sind nicht ungewöhnlich. Auch dieses Jahr gibt es seit Ostern Frostnächte, in manchen Regionen Schnee und Graupel. Die vor Kälte schnatternden Wetterfrösche geben allerdings nun Entwarnung und ich hoffe bei Euch gab und gibt es keine allzu großen Frostschäden.
Völlig unbeeindruckt von den Minusgraden sind hier zwei Stauden: Gedenkemein (Omphalodes spec.) und Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla).
Das Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna) hatte ich schon einmal gezeigt. Diese teppichbildende Pflanze blüht hier nun seit Mitte März. Sie fühlt sich in lichtem Schatten unter Gehölzen wohl. Das Besondere: Wurzeldruck der Sträucher oder Bäume macht ihr nichts aus. Ein dankbares und unproblematisches Pflänzchen. Nur bei praller Sonne verbrennen ihre dünnen Blätter.

Eine Sorte davon ist das Weiße Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna "Alba"). Es wächst etwas schwächer, besitzt ansonsten die gleichen guten Eigenschaften. Das Weiß ist so rein und klar - Ihr seht, wie schwer es zu fotografieren ist. Das Grün der Blätter ist ein wenig mehr gelbgrün als die Art. Eine tolle Pflanze, um dunkle Gartenecken im Schatten aufzuhellen!

Absoluter Star unter den Gedenkemein: Omphalodes cappadocica "Starry Eyes"
Die wunderhübschen Blüten zieren eine Pflanze, die kleine Horste bildet. Um davon einen Teppich oder einen Saum pflanzen zu können, muss man Ableger machen (geht sehr gut) oder gleich mehrere Pflanzen setzen. Sie ist weniger wüchsig als das heimische O. verna. Halbschattiger Standort mit gleichmäßiger Bodenfeuchte wird mit üppiger Blüte von April bis in den Juni belohnt.
Kaukasus-Vergißmeinnicht (Brunnera macrophylla) haben sehr ähnliche Blüten wie Gedenkemein. Doch die Blüte tritt in ihrer Bedeutung für die Gartengestaltung hinter den Blättern zurück. Es gibt sehr viele Sorten mit wundervoll gezeichneten Blättern. Oben seht Ihr "Jack Frost". Sie blüht von April bis Juni, ihre Blätter sind bis zum Winter schön. 
Dies ist die Sorte "Dawson´s White". Sie steht kurz vor einem "Frisörtermin".. Warum?
Die Pflanzen treiben aus den Wurzelstöcken aus - aber nicht panaschiert. Verletzungen der Wurzeln sind daher zu vermeiden. Und meine Idee, aus Ablegern den Bestand auszudehnen... klappt bei panaschierten Brunnera-Sorten nicht. Also muss ich diese Teile komplett wieder herausnehmen, allerdings ohne die anderen Wurzelstöcke zu verletzen (die würden dann wieder vergrünen). Etwas knifflig, ich warte noch bis es wärmer ist und die Finger lockerer....
Die Brunnera unbedingt halbschattig bis schattig setzen. Je heller das Blatt, desto schattiger der Standort. Wenn die Pflanzen verblüht sind, schneide ich sie komplett zurück - sie treiben dann frisch aus und versamen sich nicht.
 
Nun dürfen die Gedenkemein & Vergissmeinnicht noch bei
und 
blühen.
 
 
Recht bald wärmere Tage
wünscht Euch
Renee
 


Dienstag, 11. April 2017

Frohe Ostern!

Gerade flaut das schöne Frühlingswetter ein wenig ab. Die Entwicklung der Pflanzen lässt sich aber nicht mehr aufhalten. Zunächst war es nur ein kaum wahrnehmbarer Hauch von Grün in den Bäumen, nun treiben schon fast alle Gehölze aus. Und immer noch gibt es Sonnenstunden, in denen man bis zum prognostizierten Wetterumschwung am Wochenende die Natur geniessen kann.
Dann ist Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi.
Ich finde, der Frühlingsspaziergang, zu dem ich Euch hier mitnehmen möchte, passt sehr gut dazu.
Beim Spazierengehen kann man herrlich auch seine Gedanken wandern lassen...
 Das frische Birkengrün, die Kirschenblüten... die Natur macht es vor:
Auferstehung. Das ist auch Erneuerung. Sich von Ballast befreien. Sortieren. Und gestärkt wieder beginnen.
Und wenn es an Ostern so arg regnet, dass ein Schirm nicht hilft?
Gedankenwandern kann man auch wunderbar auf dem Sofa... 
Frohe und wunderschöne Ostertage
wünscht Euch
Renee

Freitag, 7. April 2017

Zitat im Bild

Zur Belohnung für Eure Ausdauer beim Lesen des letzten textreichen Beitrags geht es heute etwas kürzer zu.
Hier mein Beitrag für
Nova´s "Zitat im Bild"
Der Wurmfarn wird sich in Kürze entfalten und seine typischen Wedel zeigen. Nur eine vermeidliche Wandlung, denn er bleibt doch der Gleiche...
 
Auch wir können das Beste aus unseren Anlagen machen - eine tiefer gehende Verwandlung gelingt wohl nur selten. Ich beobachte, dass insbesondere im Alter die grundliegenden Charakterzüge eines Menschen wieder bzw. immer stärker hervortreten. 
 
Bei Max Frisch kann man annehmen, dass er sich in seiner Lebenszeit soweit entfaltet hat, wie es irgend möglich war: Er begann zunächst das Studium der Germanistik, wechselte dann auf die Architektur. Nach einigen Jahren als Architekt entschied er sich endgültig für die Schriftstellerei und verlies mit aus diesem Grund seine Familie. Eine zweite Ehe zerbrach, weil er allzu Privates autobiografisch veröffentlichte. Bis zu seinem Tod kurz vor seinem 80. Geburtstag war er aktiv und engagiert. Wir alle kennen wohl seine berühmten Romane und Dramen ("Mein Name sei Gantenbein", "Biedermann und die Brandstifter").
 
Eine gut genutzte Zeit für persönliche Entfaltung
wünscht Euch
Renee


Donnerstag, 6. April 2017

Eingehen wie eine Primel? Aber nicht doch!

Primeln gibt es seit Monaten zu kaufen und im Garten blühen die frühen Sorten jetzt auf.
Leider verschwinden eine Menge der gekauften Pflanzen auf dem Grünabfall oder gehen im Garten ein. Das muss nicht sein.

Primeln mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Wieviel Sonne die Primeln vertragen hängt sehr vom Boden ab. Denn ihre Schwachstelle ist die richtige Wasserversorgung. Sie mögen es bis auf Ausnahmen frisch bis feucht. Diese gute  Wasserversorgung ist in Lehmböden bzw. Böden mit hohem Humusanteil gegeben, weil sie Wasser gut speichern können. In Sandböden  versickert das Wasser rasch, man muss mehr gießen. Stehen die Primeln dann  noch sonnig, verdunstet zusätzlich Wasser und die Pflanzen vertrocknen. Wie so oft ist aber auch das Gegenteil, eine zu hohe Wasserversorgung oder Staunässe, von Übel. Dann rächt sich die Primel mit dem Verfaulen der Blätter, der Wurzel. Oder sie verabschiedet sich trotzig durch Verschimmeln.
Links: Kissenprimel in Flieder (Primula juliae "Groenekan´s Glory" und die Ursprungssorte in Magenta (Primula juliae) Rechts: Himmelschlüssel (Primula elatior).
Primeln mit niedrigen Pflegeansprüchen
 
Daher würde ich Primeln bei leichterem Boden (den man mit etwas Kompost oder Betonit bindiger machen kann) nicht zu sonnig zu setzen. Der Gehölzrand mit lichter Übertraufung oder im Halbschatten von höheren Stauden (reizend sehen zum Beispiel  der rote Pfingstrosenaustrieb zusammen mit hellgelben Primeln aus) sind gute Plätze. Solange feucht (nicht nass!) halten durch Gießen, bis die Pflanzen eingewachsen sind, denn die kleinen Ballen trocknen in dieser Anfangsphase sehr schnell aus. Danach kann die "Intensivpflege" etwas runter gefahren werden. Doch Austrocknen sollten die Pflanzen natürlich auch später nicht.  In Lehmboden können die Wassergaben deutlich reduziert werden und sonnigere Standorte gewählt werden.
Schlüsselblumen und Aurikeln gedeihen mit Sonne besser als im Halbschatten, wobei die Schlüsselblumen recht robust sind. Aurikeln sind dagegen ein Kapitel für sich. Kann klappen, muss aber nicht…Topfkultur wertvoller Sorten ist hier ratsam.
Links oben: Garten-Aurikel (Primula pubescens) Links unten: Echte Schlüsselblume (Primula veris) Rechts: Primula vulgaris - Ist sie nicht reizend, diese unverzüchtete Ursprungspflanze der Kissenprimeln?
 
Kugelprimeln (Primula denticulata in Sorten) - Sie sind für Schneckenschutz besonders dankbar.

Zur Teichrandbepflanzung und für andere sehr feuchte Standorte eignet sich vor allem die Rosen-Primel, da sie nicht so empfindlich auf Nässe reagiert. Die haben sich bei mir allerdings nicht gehalten.

Pflanzen leben nicht nur von Licht und Wasser, auch etwas Dünger wird nicht verschmäht.  Komposterde leicht um die Primeln gestreut oder Hornspäne sind im Frühjahr eine Hilfe, wenn die Pflanze für die Blüte so viel leisten muss. Ich verwende gerne Tomaten- oder Beerendünger.

Wie bei vielen Stauden sollte man große Pflanzen teilen und die Stücke neu pflanzen. Dadurch bekommt man nicht nur umsonst kräftige, angepasste Primeln, sondern erhält der Mutterpflanze auch die Vitalität und Blühfreudigkeit. Sonst kann es sein, dass die Primel immer weniger wird.
Achtung! Die meisten Primelarten enthalten das Kontaktallergen Primin, das zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen kann. Handschuhe können hier Unschönes vermeiden. Bei reichlichem Verzehr führt der Wirkstoff zu Magenschmerzen und Übelkeit. Also lieber  den Kühlschrank gefüllt halten, damit keiner im Garten weiden muss...
Gefüllte Primeln oder auch Rosenprimeln - nicht zu verwechseln mit Rosen-Primel oder Sumpf-Primel (Primula rosea) - werden in verschiedenen Züchtungsreihen angeboten. Sie bilden viele Blüten, brauchen daher etwas mehr Dünger. Das Ausputzen der welken Blüten verhindert Fäulnis. Alle zwei Jahre teilen! Das sind Hochleistungspflanzen, die gärtnerische Unterstützung brauchen.
Auch von Primula elatior gibt es viele Sorten. Hier "Silver Lace Purple".
 
Etwas heikel sind die Primeln, wenn sie länger in den kleinen Kunststofftöpfen gehalten werden. Das kann aus dekorativen oder jahreszeitlichen Gründen im Haus oder auch draußen sein – beides ist nicht ideal, wenn man die Pflanzen dauerhaft kultivieren will. Das liegt daran, dass die Primeln in der Regel in einem Substrat gepflanzt sind, dass sich gut mit Wasser vollsaugt und ebenso schnell austrocknet. Verschimmeln oder vertrocknen, das ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Fingerprobe, wie feucht der Ballen ist. Und nicht auf die Blätter gießen, keinesfalls in den mittleren Bereich. Ich stelle sie auf Untersetzer, in die das Wasser kommt.
Eigenwillige Neuzüchtungen fallen in den Folgejahren oft blasser und weniger extravagant aus. Das ist oft gar nicht schlimm, sogar spannend. 

So, viel Text - aber jetzt wisst Ihr Bescheid. Primel-leicht!
Viel Erfolg und eine gute Zeit
wünscht Euch
Renee


Diesen Beitrag darf ich auch zu
Jutta´s Natur-Donnerstag
verlinken. Wir treffen uns dort!
Und am Samstag wird bei
Loretta & Wolfgang
wieder die Garten-Glück-Party gefeiert. Ihr kommt doch?!



Freitag, 31. März 2017

Zitat im Bild

Schon wieder Samstag, schon April... die Zeit fliegt...
Als leidenschaftliche Gärtnerin müssen es in diesen Wochen vorrangig Gartenfotos sein, die mit einem passenden Zitat versehen werden. Gerade schwingen sich meine Primeln zur Bestform auf (ich denke, dazu gibt es einen gesonderten Beitrag). Das Besondere an der unten gezeigten: Diese gefüllte Form hat sich nun schon mehrere Jahre gehalten und ist darüber hinaus vermehrungsfreudig. Nach der Blüte werde ich drei Pflanzen draus machen können.
Auf der Suche nach schönen Zitaten fiel mir dieses auf.
Khalil Gibran lebte von 1883 bis 1931. In diesem kurzen Leben war es das Anliegen des libanesisch-amerikanische Malers, Philosophen und Dichters, das Herz der Menschen mit seinen Werken zu berühren.
Das gelingt ihm auch Jahre nach seinem Tod noch.
Wenn Ihr Zeit habt, sucht doch mal nach den Texten dieses brillanten Geistes im Internet. 
Dies verlinke ich zu
und wünsche Euch viel Freude bei all den schönen Beiträgen dort.
Einen zauberhaften April für Euch
Renee
 


Mittwoch, 29. März 2017

Frühling lässt sein blaues Band.....

Er ist´s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist´s!
Dich hab ich vernommen!
(Eduard Mörike, 1829)

 Was nun mit dem blauen Band gemeint sein kann, ist ungewiß. Der blaue Himmel vermutlich. Mein blaues Frühlingsband sind im Garten zunächst Hyazinthen. Dieses Blau hat es mir angetan und dazu der Duft - unbeschreiblich. Im Haus aufgrund der Intensität schwierig, im Garten die reine Wonne. Hyazinthen kommen immer wieder, verlieren dabei etwas von ihrer Kompaktheit, werden lockerer und damit natürlicher in der Blüte.
Und bevor der Osterhase kommt, springen noch die jungen Lämmer über die Wiese...
 
 Bei den Primeln geht es weniger blau zu. Fliederfarben und Magenta - beide Sorten erblühen bereits über Jahre immer wieder. In Gang kommen nun auch zwischen Akelei-Trieben die ersten Traubenhyazinthen - und ein schwarzes Schäfchen!
Sehr gut vermehren sich nicht nur Blausternchen (Scilla siberica)....
Gedenkemein (Omphalodes verna) seht Ihr oben links und rechts. Sie sind ausdauernde Stauden, die über Ausläufer große Teppiche bilden. Schatten bis Halbschatten, sonst verbrennen die Blätter!
Vergißmeinnicht (Myosotis in Sorten) - links unten - wird einjährig für den Garten kultiviert. Es steht gerne im Halbschatten, braucht eine gute Wasserversorgung. Nach der Blüte lasse ich sie noch Samen ansetzen. Dann werden die Pflanzen beim Ausmachen einfach tüchtig ausgeschüttelt und erfreuen im nächsten Jahr aus den Samen wieder.

Schäfchen und Blüten sende ich zu
Jutta´s Natur-Donnerstag

und zur
Gartenglück-Link-Party bei Loretta & Wolfgang am Samstag.
 
Genießt die schönen Tage, macht mal Blau ...
Renee
 


Samstag, 25. März 2017

Zitat im Bild

Diese Woche mache ich es mir ganz einfach mit einem Zitat von John Milton. Hier gibt es nichts zu deuteln, zu interpretieren. Die Aussage ist klar:
 Der Winter kam mir dieses Jahr lang vor und ich habe mich nach dem Frühling gesehnt. Jetzt wird jede freie Minute genutzt, um draußen zu sein. Die Frühlingsblüten, das Gezwitscher der Vögel, das Knurren unseres Frosches, der einzigartige Geruch der Luft und die Aufbruchsstimmung - das ist der Frühling für mich. 

Nun bin ich gespannt auf die anderen "Zitate im Bild", ein tolles Projekt von
Nova
bei dem man immer viel Neues kennen lernt.
 
Egal ob Ihr einen Garten habt, Spaziergänge in der Natur macht oder auf einem Balkon die ersten Hornveilchen und Primelchen pflanzt - 
ich wünsche allen einen wunderschönen Frühling
Renee 




 
 


Mittwoch, 22. März 2017

Die ersten Narzissen - klein, aber fein

Im Garten nimmt der Frühling Fahrt auf. Wenn warme Tage kommen, wird vieles erblühen, was derzeit in Startposition ist. Diese Woche hat sich das Wetter allerdings nochmal Kapriolen erlaubt. Es war kalt, heute Morgen sogar frostig. Und ganz gemein: War es die meiste Zeit zwar trüb, aber trocken, so regnete es ab da, wo ich tatendurstig mit Harke und Schere vorm Gartentörchen stand. Na ja. Hab Sonne im Herzen... und das unterstützten die ersten Narzissen.
Zuerst erblühen immer die kleinen Sorten. Die, welche ich nie im Herbst pflanze, sondern nach dem Abblühen bereits im Frühjahr für den Blütenrausch im nächsten Jahr auspflanze. Aber dazu nachher mehr.
Sehr gut gedeiht die Sorte "Jetfire". Sie kommt zuverlässig wieder. Mit ihrem orangen Krönchen und dem gelben Rock sieht sie sehr chic aus. Und das bei nur etwa 20 cm!
Es wird empfohlen sie mit Traubenhyazinthen zusammen zu pflanzen. Der Gedanke ist gut, etwas Blau sieht gut dazu aus. Nur - die Traubenhyazinthen blühen bei mir nicht zeitgleich. In der Collage seht Ihr Lungenkraut (Pulmonaria saccharata "Frühlingshimmel"). Das blüht schon sehr früh und ist daher ein besserer Partner.
Sehr bekannt ist "February Gold". Blüht natürlich nicht im Februar, wenn meist unser Schneeschieber noch im Einsatz ist. Aber im März. Eine robuste Sorte. Der Regen, der die Krokusse zermatschte, lässt diese kleinen, nur 20 - 25 cm hohen Narzissen völlig kalt..
Als Partner passen Hyazinthen sehr gut. Die Narzissen nehmen den Hyazinthenblüten etwas die Schwere, die Farben unterstützen sich gegenseitig in der Wirkung.
Links oben die reizende Sorte "Rip van Winkle". Mit diesem nur etwa 15 cm hohen Wuschelköpfchen habe ich es schon so oft versucht. Doch es will nicht mehrjährig sein, allen Beschwörungen der Verkäufer zum Trotz. Habt Ihr bessere Erfahrungen gemacht? Ein weiterer Partner ist Schneeglanz (Chionodoxa luciliae). Er breitet sich herrlich aus und bildet schöne Teppiche. Ideal sind für ihn sandige Böden. Narzissen haben´s gerne lehmig. Aber die Standortamplitude ist wohl doch so weit, dass beide es zusammen aushalten.
Unten seht ihr in der Collage die Narzisse "Tete a Tete". Nur 15 cm hoch kommen gleich mehrere Blüten aus einem Stiel. Bei den meisten der angebotenen Narzissentöpfchen in der Vorfrühlingszeit handelt es sich um "Tete a Tete".
Und nun noch eine "Große". Es ist "Dutch Master". Mit etwa 40 cm ist sie ein Riese gegen die Kleinen. Sie blüht immer früh und ihre Standfestigkeit ist ein ganz großer Pluspunkt. Viele Sorten, die mich vom Bild begeisterten, mussten wegen umgeknickter Stiele nach Regen gehen.

Jetzt noch ein Tipp: Die Mini-Narzissen werden getopft von Februar bis März angeboten. Dann kann man sie im Haus zur Dekoration nehmen und nach der Blüte im Garten einpflanzen. Interessant wird es gegen Ende der Verkaufssaison und wenn beim Händler die Narzissen schon verblühten oder ihren Blütehöhepunkt überschritten haben. Gartencenter, Baumärkte und ähnliche Läden kultivieren die Zwiebeln nicht weiter, sie werden weggeworfen - oder ganz preiswert verkauft. Ich habe sogar schon welche quasi umsonst bekommen. Schaut doch mal, ob Ihr auch ein Schnäppchen machen könnt!

Viel Glück dabei
wünscht Euch
Renee


Mit diesem Beitrag mache ich mit bei Jutta, die auf Ihrem Blog Donnerstags Beiträgen aus der Natur einen besonderen Platz gibt.
Außerdem freue ich mich am Samstag bei der Link-Party zum Thema "Gartenglück"
von Loretta & Wolfgang mitzumachen.

Freitag, 17. März 2017

Zitat im Bild

Ein großer Traum... einmal mit einem Ballon zu fliegen. Falsch! Man sagt: Fahren.
Aber ich denke, das Gefühl kommt den Gedanken von Leonardo da Vinci sehr nahe.
 
Eine Ballonfahrt ist übrigens auch ein wunderbares Geschenk zu einem besonderen Anlass.

Leonardo da Vinci ist uns allen bekannt. Nicht nur ein genialer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker und Naturphilosoph, sondern auch ein Erfinder und Ingenieur. Er lebte 1452 - 1519. Im Jahr 1505 liess er Flugübungen mit einem Segelfluggerät durchführen. Herhalten musste als Versuchskaninchen sein Freund und Assistent Tommaso Masini, der sich bei dem Unternehmen ein Bein oder einige Rippen (über genaueres schweigt die Geschichte sich aus) brach. Der hatte dann vermutlich eine etwas andere Einstellung zum Thema Fliegen...
 
 Verlinkt bei
Nova´s Projekt "Zitat im Bild"


Federleichte Tage mit Blick zum Frühlingshimmel
wünscht Euch
Renee

 


Donnerstag, 16. März 2017

Helleborus orientalis - Lenzrosen geben sich die Ehre

Jetzt tanzen sie wieder im Beet - die orientalischen Schönheiten mit ihren feinen  Fest-Röckchen!
Was steht auf ihrem Ballfächer? Bienenweide. Immergrün. Schneckenunempfindlich. Langlebig.
Muss man haben!
Die Blätter schneide ich jetzt zurück, damit man die Blüten auch sieht. Außerdem sieht das Blattwerk nach dem Winter ziemlich mitgenommen aus und macht nicht mehr viel her. Nach der Blüte treiben sie neu aus und geben bis zum nächsten Frühling Struktur und Grün ins Beet. Lenzrosen werden etwa 40 cm hoch und sind etwa ebenso breit.
Wie bei den Christrosen soll kalkhaltiger Boden von Vorteil sein. Bei mir stehen sie leicht sauer - und reagieren gar nicht verschnupft. Dafür haben sie eine schützende Laubdecke im Winter und frischen Boden, denn unser Lehmboden ist selten einmal trocken. Sonne bis lichter Schatten - hier werden die Blüten am üppigsten.
Wie Ihr rechts oben sehen könnt, neigen die Blüten oft dazu nach unten zu hängen. Viel besser finde ich es, wenn mich die Blüten anschauen bzw. wenn es möglich ist, sie ohne Akrobatik zu bewundern. Daher habe ich mit den Jahren entsprechend sortiert, rausgeworfen und eingekauft. Lenzrosen versamen sich gerne. Und so ist es sehr spannend zu sehen, welche Varianten sich entwickeln.
Statt Blütenstiele in einer Vase zu arrangieren, lasse ich sie am liebsten in einer Wasserschale schwimmen. Damit sie länger halten, bekommen sie einen schicken "Rettungsring" aus Glas. Gut funktioniert auch ein Blatt, durch das man den Blütenstiel steckt.
Eine Lenzrose ist eine Lenzrose ist eine Lenzrose...... Und auf jeden Fall eine wunderbare Pflanze, die einen lange begleiten kann.

Diesen Beitrag habe ich bei
Jutta
verlinkt.
Bei Ihr ist der Donnerstag ganz den Naturaufnahmen gewidmet. Dort vorbeischauen lohnt sich!!
Ebenso bei
"Gartenglück"
einer Aktion von Loretta und Wolfgang Nießen auf ihrem Blog
"Ein Fachwerkhaus im Grünen"
 
Wunderschöne Frühlingstage für Euch
wünscht
Renee

Dienstag, 7. März 2017

Ein Krokus kommt selten alleine....

......aber es ging doch schleppend, denn das Wetter hatte außer Regen nicht viel zu bieten. Einige sonnige Stunden gab es zum Glück, so dass Ihr ein paar Blütenbilder schauen könnt.
Immer als Erste sind hier die gelben Blüten am Start. Das liegt aber weniger an den Sorten als am Standort: Sie bekommen die meiste Sonne ab. Ein Ratschlag lautet ja auch: Jetzt schauen, wo die Frühjahrssonne am intensivsten ist. Dies  sind die idealen Pflanzecken für Frühjahrsblüher, wenn man im Herbst Zwiebeln setzt.
Rechts: "Creme Beauty" (die ich deutlich blasser in Erinnerung habe)
Links: No Name, aber schön goldgelb.
Frühblühend sind die Elfen-Krokusse (Crocus tommasinianus) - links oben und auf den anderen Fotos beigemischt. Sie sind deutlicher kleiner, zarter als die dunkellila Sorte "Ruby Giant". Sie breiten sich wunderbar aus. Alle Krokusse auf dem linken Fotos haben sich selbst vermehrt.
Hier zwei Lieblingssorten von Crocus chrysanthus: Die reinweiße "Ard Schenk" und "Prins Claus" mit einer herrlichen lila Färbung auf der Außenseite der Blütenblätter.
Eigentlich pflanze ich Krokusse immer in "Gruppen", also eine Handvoll Zwiebelchen in ein Pflanzloch. Oben sollte es ein Kreis werden.... Aber entweder hat mich die Lust oder die Zwiebeln verlassen - oder ich könnte die Schuld den Amseln zuschieben, die furchtbar gerne meine Zwiebeln wieder ausgraben. Also Aufgabe im Herbst: Kreis schließen!
Zwei "Besonderheiten": Gefüllte Schneeglöckchen (die Schneeglöckchensammler werden sich über die Einschätzung als "besonders" amüsieren...)
Und die Zwergiris "Katharine Hodgekin".
Beide sind unmittelbar an der Terrasse gepflanzt, damit sie gut zu sehen sind. Ideal wären erhöhte Beete... ich notiere das mal in meinem Gartenbüchlein....
 
Wie steht es bei Euch mit den Krokussen? Was blüht schon? Erzählt doch mal!
Liebe Grüße
Renee 
 


Samstag, 4. März 2017

Zitat im Bild

Diese Woche zeigte der Garten neben den Schneeglöckchen auch Krokusse. Allen voran die gelben Sorten. Aber richtig geöffnet waren sie nur bei Sonnenschein.
Da schien mir dieses Zitat passend:
 

Karoline Louise Brachmann wurde am 9. Februar 1777 geboren und starb bereits am 17.September 1822, Die Schriftstellerin hatte ein tragisches Leben - umso mehr verwundert das optimistische Zitat.  
Schon mit dreiundzwanzig Jahren unternahm sie wegen einer Ehrverletzung einen Suizidversuch. Worin die Ehrverletzung bestand konnte ich nicht heraus finden. Nachdem in den darauffolgenden vier Jahren nacheinander ihre Eltern und ihre Schwester sowie ihre enge Freundin starben, versuchte sie, sich durch Schriftstellerei ein Auskommen zu schaffen. Unterstützung fand sie bei ihrer Tätigkeit durch berühmte Kollegen wie Friedrich Schiller und Clemens Brentano, die ihre Begabung erkannten. Sie veröffentlichte Gedichte und Erzählungen, konnte aber keinen bedeutenden Verlag für sich interessieren. So musste sie auf Veröffentlichungen in Unterhaltungsblättern und Taschenbüchern ausweichen. Um sich zu ernähren war sie außerdem gezwungen möglichst viel zu schreiben.  Dabei machte sie besonders häufig ein stilisiertes Mittelalter mit entsprechend stereotypen Ritterfiguren, wie sie in dieser Zeit beliebt waren, zum Thema. Ihre ungesicherte Existenz, literarische Misserfolge und fehlende breite künstlerische Anerkennung führten immer wieder zu depressiven Anfällen und Selbstmordversuchen. Nach einer unglücklichen Liebesbeziehung versuchte sie ihrem Leben in der Saale ein Ende zu machen, wurde jedoch  rechtzeitig von Passanten bemerkt. Wenige Tage darauf unternahm sie einen erneuten Versuch und ertränkte sich mit nur 45 Jahren .
 
Das schöne Zitat habe ich bei
 Nova
 
verlinkt. In ihrer Aktion "Zitat im Bild" findet Ihr jeden Samstag interessante Beiträge.
 
Ich wünsche Euch ein Meer von Krokussen und dass Euch nie die Hoffnungsknospen ausgehen!
Renee

 
 


Dienstag, 28. Februar 2017

Das große Ganze und die kleinen Teile

Am Morgen blicke ich aus dem Fenster. Was wird der Tag bringen? Ziehen die dunklen Wolken vorüber und gewinnt das Blau?
Die Farben sind so unbeschreiblich schön - ich muss nach draußen, bevor es womöglich regnet...
Im Wald gibt es eine malerische Stelle, an der im Laub des Buchenwaldes Schneeglöckchen wie hingetupft stehen.
An einer anderen Stelle haben sich die Glöckchen wie ein Teppich ausgebreitet und jedes Jahr werden es mehr.
In den Garten geeilt - wie sieht es hier aus? Sie blühen hier auch, die ersten Boten des Frühlings! Noch sind allerdings die Glöckchen geschlossen. Etwas Sonne wäre hilfreich...
....wer sagt´s denn.... So werden aus Glöckchen kleine Propeller! Im Garten kommen die Schneeglöckchen auch in den Beeten ohne Laubdecke vor. Nur im Rasen fühlen sie sich hier nicht wohl.
Was hält der morgige Tag bereit? Große Bewegungen und Ausblicke? Kleine Freuden? Oder beides?
Ich wünsche Euch eine anregende und zufriedene Woche
Renee


Donnerstag, 23. Februar 2017

An die Bienen denken!

Zu Beginn des Gartenjahres ergibt sich immer das gleiche Phänomen:
Man hat erstaunlich viel Platz! Auch wenn sich dieser Irrglaube rasch legt: Die Lust am Planen, Aussuchen und Bestellen ist nie so groß wie jetzt. Und ich glaube, die Staudengärtnereien und Zwiebelhändler kennen meine Schwäche, denn täglich gibt es neue Versuchungen in schönen Katalogen und auf Internetseiten...

Dieses Jahr möchte ich etwas mehr für die Bienen tun. Ihr Gebrummel und fleißiges Pollensammeln gehören nicht nur zum Garten. Sie sind auch unendlich wichtig für die Vermehrung vieler Pflanzen und durch die Bestäubung für den Fruchtansatz von Obst und Gemüse.
Gegen viele Ursachen des Bienensterbens können wir nichts, wenig oder nur indirekt etwas tun. Aber man kann die Nahrungspflanzen der Bienen fördern.
Hier ein paar davon: Oben: Bergflockenblume (Centaurea montana) Unten: Thymian (Thymus in Sorten)
Rechts: Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia)
Oben: Kugeldistel (Echinops ritro)  Unten: Katzenminze (Nepeta faassenii)
Rechts: Rauhblattastern (Aster novae-angliae in Sorten)
Oben: Günsel (Ajuga reptans)  Unten: Schafgarbe (Achillea millefolium in Sorten)
Rechts: Wald-Glockenblume (Campanula latifolia var. macrantha "Alba")
Oben: Indianernessel (Monarda fistulosa in Sorten) Unten: C-Falter (Polygonia c-album) - ihre Raupen lieben Johannisbeerblätter.. man kann sie aber ebenso mit Brennesseln sehr zufriedenstellen.
Rechts: Knöterich (Bistorta amplexicaulis in Sorten)

Hervorragende Bienenpflanzen sind weiter Lavendel, Bergenien und Sedum-Arten. An diesen Blüten gibt es bei mir die meisten Bienen.
Viele Möglichkeiten....

Es wäre wunderbar, wenn Euch die ein oder andere Pflanze so gut gefällt, dass Ihr auch etwas für die Bienen anpflanzt. Platz ist im kleinsten Topf!

Diesen Beitrag verlinke ich bei
Jutta
wo Ihr sehr schöne Naturaufnahmen anschauen könnt.

Bienenfreundliche Grüße
Renee