Dienstag, 23. Mai 2017

Très Chic - Bezaubernde hohe Iris barbata-elatior

Nachdem die Zwergiris den Auftakt machten, - etwa so wie die Brautjungfern vor der Braut einher gehen -, trumpfen die hohen Iris auf.
Gärten mit sonnigen Plätzen und durchlässigem, eher kalkhaltigem Boden können sich nun mit zauberhaften Sorten schmücken. Mit eher staunassem, saurem Boden und wenig verbliebenen Sonnenplätzen wie es in meinem Garten ist, muss man sich beschränken. Nicht auf die Top-10 der persönlichen Hitliste - sondern auf Sorten, die nicht allzu kapriziös sind.
Und weil die Iris sich so angestrengt haben, möchte ich ihnen den Auftritt hier nicht versagen. Also Fortsetzung zur
Blüte von 2016
 
Die Brücke von den Zwergiris zu den hohen Iris barbata-elatior schlagen die......
richtig, die mittelhohen Iris  - Iris barbata-media.
Die Sorte "Blast" wird etwa 50 - 60 cm hoch und braucht damit noch keine Stütze.
Fantastisch zu dunklem Laub von Heuchera, Sedum oder Storchschnabel in Sorten.
Nun aber... Iris barbata-elatior.
 Ein Findelkind aus einem großzügigen Geschenkpaket war "Indian Chief". Stolze 90 cm wird sie hoch. An der vergleichsweise schlichten Blütenform sieht man, es handelt sich um eine alte Sorte. Tatsächlich ist die Iris von 1929 und wird unter den "historischen" Iris geführt. Sie ist sehr blühfleißig und bisher, obwohl der Wind die letzten Tage ganz schön pustete, standfest.
Eine absolute "Mädchenpflanze" - ein Traum in Rosa: "Mode Mode"
Dieses Jahr hat sie den ersten Blütenstiel. Mit etwa 1 Meter Höhe eine Kandidatin für eine Stütze... noch steht sie...
 Und weil die Pastells einfach sooo hübsch sind...
In Weiß "Immortality", standfest bei 80 cm Höhe und in guten Jahren gibt es eine Nachblüte im Herbst.
Das zartblaue Geschöpf nennt sich "Olympiad" und blüht sehr üppig.
 Jedes Jahr gibt es Lieblingssorten, dieses Jahr ist es "English Cottage". Mit nur etwa 70 cm eine der niedrigsten aus der hohen Truppe. Dafür die früheste, reichblütigste Sorte, die ich habe. Dazu von herrlichem Irisduft!
Welche Iris zeigen sich bei Euch unproblematisch? Gehört Ihr zu den beneidenswerten Gärtnern mit optimalen Standortbedingungen?
Blütenreiche Maitage für Euch
Renee

Gerne verlinkt zum Natur-Donnerstag bei 
 Ghislana
 

Mittwoch, 17. Mai 2017

Ausflug in die Vergangenheit - Deutschlands größtes Ladenmuseum

Obwohl ich von Pflanzlichem geradezu "durchdrungen" bin, muss es auch mal etwas anderes sein. "No plants, no parks!" heißt dann die Devise. Und so gab es einen Ausflug in Deutschlands größtes Ladenmuseum. Wer jetzt aber einen Zielort wie Berlin, Frankfurt oder München erwartet, täuscht sich. Dieses Museum ist im Heimatmuseum der kleinen Stadt Münstermaifeld untergebracht.
Und das war mir sehr viel lieber, denn ein Landei fühlt sich eben auf dem Land am wohlsten.
Die Altstadt mit vielen historischen Gebäuden und der Stiftskirche ist bereits einen Ausflug wert. Mich begeisterte vor allem das viele Grün (ich kann nicht anders...). Nicht die öden Schottergärten, die man leider so oft sieht - nein, hier wird jedes Eck für einen Blumenkübel genutzt, Wandbegrünung ist kein Fremdwort und große Kastanien umgeben die Stiftskirche.
In der Propstei, direkt bei der Kirche, ist das Heimatmuseum angesiedelt. Hier kann man viele nachgebildete Läden wie zum Beispiel einen Kolonialwaren-, einen Tabak-, einen Friseur- und einen Bäckereiladen sehen. Alle Stücke stammen aus Münstermaifeld und Umgebung.
 
Besonders wird der Ausflug in die Vergangenheit durch eine Führung durch die Altstadt, denn hier gibt es weitere Läden zu besichtigen. Teils befinden sie sich noch in den Originalgebäuden.
 
Herr Johannes Wilhelm Kirchesch hat diese Zeitreise durch seine passionierte Sammlerleidenschaft möglich gemacht und sich mit den Nachbildungen einen Traum erfüllt. Ganz wunderbar ist, dass man sich in den Räumen frei bewegen kann und einen keine Glasscheibe oder Absperrung trennt.
Kommt mal mit!
So - Schulstunde... Der Ofen bullert, die Naturkunde für die verschiedenen Klassen - alle wie es üblich war in einem Raum - wird gelehrt. Schön auf die Tafel schreiben... Ah, da klingelt die Glocke...Schluß für heute und weiter geht´s...
Der Kolonialwarenladen - damals gab es keine Plastikberge an Verpackungen!
Beachtet das Versprechen auf der Waage: Die Werbeinhalte haben sich nicht geändert...
Der Friseur, früher wie heute eine Folterkammer. Raffiniert die Sitze seinerzeit: Sie konnten umgeklappt werden, so dass der Kunde eine "frische", kühle Sitzfläche hatte.
Wer erinnert sich noch an verbranntes Haar (und manchmal ein Ohr) beim Drehen der Schillerlocke mit dem grausligen Brenneisen? Meine Oma benutzte dieses Gerät noch mit Hingabe bei mir.
Die Haube rechts unten lässt schlimmste Ergebnisse erwarten...
Vielleicht trugen die Damen daher öfter einen Hut. Die Modistin auf dem Land fertigte natürlich keine Wagenräder für Ascot, sondern tragbare Kreationen. Trotzdem ein Hauch Mondän war es schon manchmal.
Schaut mal, Mitte rechts. So einfach war es Frauenglück zu zaubern.... mit ein paar Wäscheknöpfchen.
Der Vorläufer des Gartencenters: Der Sämereiladen
Ist das nicht herrlich??? Vorbestellungen werden telefonisch angenommen... Solch ein Telefon gab es auch im Büro meines Großvaters. Das wurde ausschließlich für geschäftliche Zwecke genutzt und hatte etwas vom "heiligen Gral".
Absolut umwerfend ist die Ausstattung der früheren jüdischen Metzgerei mit Kacheln aus der Jugendstilzeit. Löwenzahn - ich komme trotz der Parole doch immer wieder zu meinen Pflanzenfotos.... Bis 1937 wurde dieser Laden betrieben - die traurige Historie ist bekannt. Umso schöner, dass diese Pracht erhalten wurde. Übrigens besitzt Münstermaifeld auch eine Synagoge, die in aufwendigen Sicherungsarbeiten über 15 Jahre lang restauriert wurde. Die Erinnerungsstätte steht unter Denkmalschutz.
 
Auffallend ist auch, dass in der Altstadt noch etliche Läden bestehen. Und zwar keine "Ketten".  Man kann hier nicht nur schön wohnen, sondern sich auch fußläufig versorgen.
 
Jetzt mal ehrlich - dagegen ist doch eine Großstadt kalter Kaffee...
Uns hat es sehr gefallen!
Also, wie wäre es mit einem Ausflug? Der nächste Regentag kommt bestimmt...
Grüße vom Landei
Renee
 
 
 
 
 
 


Donnerstag, 11. Mai 2017

Love Parade - Zwerg-Iris am Gartenweg

In der letzten Woche haben die Zwerg-Iris (Iris barbata nana) mit der Blüte begonnen. Ein kurzes Vergnügen, denn sie verblühen so rasch.
Diese etwa nur 20 cm hohen Zwerge haben wie die großen Iris Rhizome und sind damit empfindlich gegen Fäulnis. Erde darf die Rhizome nicht bedecken und das Wasser muss abfließen können. Dazu volle Sonne und je trockener, um so lieber. Sauer sollte der Boden nicht sein. Die Kleinen sind dann ganz unproblematisch, brauchen keine Stützen, haben keine Schädlinge - und das Laub bleibt viel länger hübsch als bei den hohen Iris. Geeignete Bedingungen gibt es bei uns nur entlang des Hauptweges, der seitlich ein Kiesbankett mit leichtem Gefälle hat. Standortbedingungen und Sammelleidenschaft - das Ergebnis ist ein Defilee von Zwerg-Iris entlang des Weges.

"Absolute Joy" - Ihr erratet, welche der Fotos diese Sorte zeigt?
Dunkellila ist die Sorte "Cherry Garden". Sehr wüchsig und blütenreich, nur denke ich bei dem Namen immer an etwas Rotes...
Die gelbe Sorte heißt "Thrifty", Gesellschaft leistet "Little Saphire" in hellblau.
 Die Sorte "Ultimate" gleich dreimal, weil sie so gut blüht. Dazu passt farblich "Samtprinz", der hier aber erst ein mageres Blütchen zeigt. Immerhin, die erste Blüte ist immer die am meisten ersehnte!
 Oben rechts und unten links seht Ihr die Sorte "Pause". `Minutenpause` gibt es noch nicht...
Gegenüberliegend: "Whydidi". Mit rotlaubigen Heuchera ein Gedicht!
Links jeweils: "Making Eyes". Bildhübsch, leider etwas zickig.
Rechts jeweils: "Anne Elizabeth"
Rechts: "Blue Pools" - ein Traum!    Links: "Alsterquelle" - sehr wüchsig
 Die beiden oberen Fotos zeigen "Sea Monster". Der Name kommt vielleicht von den oliv-grünen Hängeblättern, die an einen sumpfigen Seegrund erinnern.
Dazu gibt´s in der unteren Reihe "Maibowle"...
Oben links: "Little Saphir"   Oben rechts: "Circus Clown"
Unten links: "Lichtblick"   Unten rechts: "Counting Sheep"
 Abendliches Abschreiten und Bewundern nach dem Arbeitstag macht so viel Laune, da werden wohl noch ein paar Sorten in den nächsten Jahren dazu kommen...
Wenn Ihr irgendwo eine hübsche Sorte seht - fragt doch mal, ob Ihr ein Rhizom bekommen könnt. Oft sind es so viele Wurzelstöcke, dass die Besitzer froh sind, die Pflanze etwas verjüngen zu können. Ihr findet bestimmt auch ein Plätzchen!   
Blütenzarte Iris-Grüße
Renee
 
Diese Blütenfreuden teile ich mit Euch bei
die den "Natur-Donnerstag von Jutta weiterführt
und bei
wo das Gartenglück gesucht und gefunden wird.
 




Mittwoch, 3. Mai 2017

Im Tulpenfieber!

Gut, man könnte auch sagen: Im Tulpenwahn.
Denn es ist schon nahe dabei, wenn man trotz völlig ungeeignetem Lehmboden Jahr für Jahr Tulpenzwiebeln setzt. Hier blühen sie in der Regel nicht ordentlich über das erste Jahr hinaus und werden dann immer kleiner, bis sie nur noch Laub hervorbringen.
Und da ich der Meinung bin, zwei oder drei Tulpen machen keinen Frühling, schleppe ich die Zwiebeln sackweise vom Großhandel an - sonst wäre es auch zu kostspielig.
Doch dieser Einkauf hat auch Nachteile....
So packte mich dieses Frühjahr erneut ein Anfall von Tulpenwahnsinn, als statt der verheißenen "weissen Mischung" rote und orange Tulpenblüten in meinen "Pastellbeeten" öffneten. Nur gut, dass die anderen Pflanzen noch nicht blühen...
Nicht dass ich was gegen die Farben hätte. In den Päckchen vom Gärtner war das drin, was drauf stand. Nämlich "Ballerina" (rot mit gelben Fransen) und was aprikosenfarbig sein sollte, hat auch gepasst (links oben: "Orange Princess", rechts unten: Triumph-Tulpe, apricot)
Eigentlich bin ich aber mehr der Fan von rosa....
...pink und purpur...
...und weiß
Ihr seht, die Zwiebeln werden bei uns in Gruppen, Zwiebel an Zwiebel, gelegt. Es kann ein Band werden, dass sich durchs Beet zieht oder einzelne "Sträusschen". Das gibt für mich den besten Effekt. Mit dem welkenden Tulpenlaub gibt es durch das Herausnehmen der Tulpen nach der Blüte kein Problem. Denn wirklich - ob ich mich wochenlang über gelbes Laub ärgerte oder es versuchte zu verstecken - die Zwiebeln haben es mir doch nicht gedankt.
Dieses Jahr gab es ein Experiment: Rembrandt-Tulpen
Und zum Schluß wird es dann doch wieder rot... Diesmal gewollt:
Tulpe "Lasting Love", eine lilienblütige Sorte in einem unbeschreiblich tiefen Rot.
Warum da jetzt noch was Lilanes in den roten dabei sein muss.....ich sag ja, Tulpenwahnsinn.... 
 
Die Tulpen haben übrigens tapfer den Frösten getrotzt, sich nach jeder Nacht wieder aufgerichtet. Bei den niedrigen Temperaturen jetzt werden sie sich eine Zeit lang halten.
 
Lust auf Tulpen bekommen? Im Spätsommer geht die Zwiebelei wieder los!
Tulpen-Grüße
Renee
 
Bei
könnt Ihr dieses und anderes Gartenglück teilen!

Freitag, 28. April 2017

Die schönen kleinen Dinge....

...erfreuen uns im Leben.
Daher gibt es noch einen kleinen Nachtrag zum Gartenmarkt in Neuwied.
Ein Stand hat mich so begeistert, dass er einen extra Beitrag bekommt:
Die Keramikblüten von Marlene Aretz.
Jede Blüte ist individuell, da von Hand modelliert und mit dem Pinsel glasiert. Die Blüten erheben keinen Anspruch auf naturgetreue Nachbildung, wirken aber sehr natürlich.
könnt Ihr sehen, wie sie entstehen und schriftlich erfragen, auf welchem Markt sie verkauft werden.
Ein schlichtes Efeukörbchen wird so zum Star, das Kleine Immergrün erblüht über seine Blütezeit hinaus.
 Dekoration im Haus und Garten ist bei mir immer zurückhaltend. Aber hier war nicht nur  "Pflücken erlaubt", sondern geradezu ein Muss für mich.
Zu Hause konnte dann einer Grünpflanze in einer dunklen Ecke zur Blüte verholfen werden.
Ein paar Blüten gab es schon... der Kriechrosmarin hat seit einem Jahr bereits ein paar Farbpünktchen. Und diese Mohnblüten waren ein Geschenk, dass sich für
anbietet.
Die Illusion einer Blüte kann man sich doch guten Gewissens machen, auch wenn man nicht mehr im Lebensfrühling steht, nicht?
Einen zauberhaften Maibeginn
wünscht Euch
Renee


Mittwoch, 26. April 2017

Neuwieder Gartenmarkt 2017 im Rückblick

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.. Und so klingelte zwar noch der Wecker, um für die Fahrt nach Stuttgart den Startschuss zu geben, aber wir waren längst wach. Mann war "out of order" und mit "Rücken" gab es keine Chance auf eine mehrstündige Autofahrt. Damit waren die Karten für das Wochenende neu gemischt.

Am Sonntag hatte ich die Gelegenheit mit zum Gartenmarkt in Neuwied zu fahren.
Neuwied liegt am Rhein, in der Nähe von Koblenz. Den Gartenmarkt gibt es regelmäßig seit 2003. Mehr als 100 Aussteller bieten in der Fußgängerzone ihre Produkte an. Dabei reicht die Palette von Pflanzen über Dekoration, bis zu Handwerkskunst und Gerätschaften für Haus und Garten. Gleichzeitig haben die Geschäfte offen. Zusammen mit der Möglichkeit in den Restaurants und Cafe´s zu  sitzen ergibt sich so ein breites Band an Angeboten, dass sich durch die Innenstadt zieht.
Trotz der vielen Besucher fand ich es nicht überlaufen und es war ganz leicht einen Parkplatz zu finden.
Es gab viele Anbieter für Kräuter. Kaum ein Kraut, dass nicht zu bekommen war. Da kam Ersatz für den eingegangenen Bärlauch ins Beutekörbchen!
 Dekorationen für Haus & Garten gab es zahlreich, nahmen aber nicht überhand. In der Nähe zum "Kannenbäckerland" mit vielen Töpfereien und Keramikmärkten war es denn auch nicht verwunderlich, dass Keramik gut vertreten war. Objekte aus "Edelrost" waren im Rückzug - eine Entwicklung, die ich allgemein schon beobachtet habe.
Eher seltene Pflanzen und "Schätzchen" warteten auf ihre stolzen Besitzer. Ist die Telopaea links oben nicht wundervoll? Ein Gewächshaus müsste man haben.... 
Dafür konnte ich hier wieder mitmachen: Allium-Zwiebeln nehmen wenig Platz weg, sowohl im Auto als auch im Beet. Außerdem gab es reiche Auswahl an Lilien, Dahlien, Gladiolen......
 Mein persönlicher Schwerpunkt: Stauden! Hier wurden auch neue Sorten sowie solche abseits vom Standardsortiment angeboten. Oben seht Ihr verschiedene Geum. Rechts die Sorte "Tequila Sunrise" - ich war entflammt!!
Mittig unten: Viola pubescens "Rebecca" - ein mehrjähriges Duftveilchen. Was es kann, darf das Veilchen nun in meinem Garten zeigen.
 Ein Gartenmarkt ohne Rosen, Hosta, Sedum und Rhododendron - nicht denkbar!
Sommerflor und Clematis treffen herzige Dekorationen....
Natürlich waren Hochbeete vertreten und etwas Gartenwerkzeug. Die angebotenen Gartenmöbel waren allesamt sehr solide. Ich mag Tische, an denen man etwas machen kann und bei denen man nicht so furchtbar aufpassen muss. Man konnte aber auch kleinere Holzartikel bekommen - zum Beispiel die tollen Löffel und Schaber aus Olivenholz. Und weil die Geschäfte geöffnet hatten, gab es herrliches Obst und Gemüse. Und ein Schälchen Erdbeeren für den Göttergatten....

Es war ein schöner Ausflug, wenn auch sicher weniger spektakulär als die Gartenmesse in Stuttgart.
Übrigens: Es kostete keinen Eintritt!

Vielleicht eine Option für Euch im nächsten Jahr?
Sonniges Ausflugs- und Gartenwetter
wünscht Euch
Renee


Freitag, 21. April 2017

Zitat im Bild

Manchmal zeigt sich der Abendhimmel so farbig, dass man sich in einem anderen, fernen Land glaubt. Hier dachte ich: ..."Ich hatte eine Farm in Afrika...". Hatte ich natürlich nicht, aber gebt zu, es sieht exotisch aus.
So wichtig wie ich eine Reflexion des Tuns finde, so wichtig ist es aber auch sich nicht vom Streben nach Perfektionismus das Selbstvertrauen zu nehmen.
Dieses Zitat zu einem Abendhimmel, bei dem man wahrhaft Träume für die Nacht gewinnen kann, verlinke ich gerne zu
 
Rabindranath Tagore
lebte von 1861 bis 1941. Er war ein bengalischer Dichter und Philosoph, der mit 67 Jahren auch das Zeichnen für sich entdeckte. Im Jahr 1913 erhielt er als erster Asiat den Nobelpreis für Literatur. Seine Gedichte, Dramen und Romane wurden bereits zu Lebzeiten ins Englische übersetzt und fanden auch in Deutschland Anklang und Anerkennung.
 
Für Euch herrliche farbige Abende und ebensolche Träume
Renee


Mittwoch, 19. April 2017

Gedenkemein & Vergissmeinnicht

Der April macht was er will..... Und dazu gehören Ausblicke auf warme Frühlingstage ebenso wie die Erinnerungen an den Winter. Kurzzeitiger Schnee und Frost im April sind nicht ungewöhnlich. Auch dieses Jahr gibt es seit Ostern Frostnächte, in manchen Regionen Schnee und Graupel. Die vor Kälte schnatternden Wetterfrösche geben allerdings nun Entwarnung und ich hoffe bei Euch gab und gibt es keine allzu großen Frostschäden.
Völlig unbeeindruckt von den Minusgraden sind hier zwei Stauden: Gedenkemein (Omphalodes spec.) und Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla).
Das Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna) hatte ich schon einmal gezeigt. Diese teppichbildende Pflanze blüht hier nun seit Mitte März. Sie fühlt sich in lichtem Schatten unter Gehölzen wohl. Das Besondere: Wurzeldruck der Sträucher oder Bäume macht ihr nichts aus. Ein dankbares und unproblematisches Pflänzchen. Nur bei praller Sonne verbrennen ihre dünnen Blätter.

Eine Sorte davon ist das Weiße Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna "Alba"). Es wächst etwas schwächer, besitzt ansonsten die gleichen guten Eigenschaften. Das Weiß ist so rein und klar - Ihr seht, wie schwer es zu fotografieren ist. Das Grün der Blätter ist ein wenig mehr gelbgrün als die Art. Eine tolle Pflanze, um dunkle Gartenecken im Schatten aufzuhellen!

Absoluter Star unter den Gedenkemein: Omphalodes cappadocica "Starry Eyes"
Die wunderhübschen Blüten zieren eine Pflanze, die kleine Horste bildet. Um davon einen Teppich oder einen Saum pflanzen zu können, muss man Ableger machen (geht sehr gut) oder gleich mehrere Pflanzen setzen. Sie ist weniger wüchsig als das heimische O. verna. Halbschattiger Standort mit gleichmäßiger Bodenfeuchte wird mit üppiger Blüte von April bis in den Juni belohnt.
Kaukasus-Vergißmeinnicht (Brunnera macrophylla) haben sehr ähnliche Blüten wie Gedenkemein. Doch die Blüte tritt in ihrer Bedeutung für die Gartengestaltung hinter den Blättern zurück. Es gibt sehr viele Sorten mit wundervoll gezeichneten Blättern. Oben seht Ihr "Jack Frost". Sie blüht von April bis Juni, ihre Blätter sind bis zum Winter schön. 
Dies ist die Sorte "Dawson´s White". Sie steht kurz vor einem "Frisörtermin".. Warum?
Die Pflanzen treiben aus den Wurzelstöcken aus - aber nicht panaschiert. Verletzungen der Wurzeln sind daher zu vermeiden. Und meine Idee, aus Ablegern den Bestand auszudehnen... klappt bei panaschierten Brunnera-Sorten nicht. Also muss ich diese Teile komplett wieder herausnehmen, allerdings ohne die anderen Wurzelstöcke zu verletzen (die würden dann wieder vergrünen). Etwas knifflig, ich warte noch bis es wärmer ist und die Finger lockerer....
Die Brunnera unbedingt halbschattig bis schattig setzen. Je heller das Blatt, desto schattiger der Standort. Wenn die Pflanzen verblüht sind, schneide ich sie komplett zurück - sie treiben dann frisch aus und versamen sich nicht.
 
Nun dürfen die Gedenkemein & Vergissmeinnicht noch bei
und 
blühen.
 
 
Recht bald wärmere Tage
wünscht Euch
Renee
 


Dienstag, 11. April 2017

Frohe Ostern!

Gerade flaut das schöne Frühlingswetter ein wenig ab. Die Entwicklung der Pflanzen lässt sich aber nicht mehr aufhalten. Zunächst war es nur ein kaum wahrnehmbarer Hauch von Grün in den Bäumen, nun treiben schon fast alle Gehölze aus. Und immer noch gibt es Sonnenstunden, in denen man bis zum prognostizierten Wetterumschwung am Wochenende die Natur geniessen kann.
Dann ist Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi.
Ich finde, der Frühlingsspaziergang, zu dem ich Euch hier mitnehmen möchte, passt sehr gut dazu.
Beim Spazierengehen kann man herrlich auch seine Gedanken wandern lassen...
 Das frische Birkengrün, die Kirschenblüten... die Natur macht es vor:
Auferstehung. Das ist auch Erneuerung. Sich von Ballast befreien. Sortieren. Und gestärkt wieder beginnen.
Und wenn es an Ostern so arg regnet, dass ein Schirm nicht hilft?
Gedankenwandern kann man auch wunderbar auf dem Sofa... 
Frohe und wunderschöne Ostertage
wünscht Euch
Renee