Mittwoch, 30. November 2016

Eisblumen - Der Winter meldet sich an!

Erst am 21. Dezember ist der astronomische Winteranfang und ohnehin waren die Tage im Dezember in den letzten Jahren ausgesprochen mild.
 
Und doch meldete sich der Winter, der vielerorts einen ersten Auftritt Anfang November mit Schnee hatte, hier in den letzten Tagen mit eisiger Kälte an. Ein Vorgeschmack auf die gärtnerisch unter Umständen schwierigen Monate Januar und Februar? Wir werden sehen...
 
Aber wir wollen lieber aus Zitronen Limonade machen und die schönen Seiten der klirrenden Frosttage sehen... nämlich die Eisblumen!

In meiner Kindheit gab es öfter diese bizarren Kristalle an den Fensterscheiben. Woran liegt es, dass sie heute nicht mehr so häufig zu sehen sind und wie entstehen Eisblumen überhaupt? Ich habe es nachgelesen:
Nötig sind Außentemperaturen unter 0° Celsius, eine hohe Luftfeuchte im Raum, Einfachverglasung (womit die Erklärung für die Seltenheit in heutiger Zeit gegeben ist) und sogenannte Kristallisationskeime wie Staub auf dem Glas. An diesen gefriert dann die überschüssige Feuchtigkeit der wärmeren Raumluft und die Eisblumen bilden sich.
 
Bedingungen, die unser Gartenhäuschen erfüllt. Ja, Asche (oder Hausstaub) auf mein Haupt - die Fenster haben jede Menge Kristallisationskeime....

 
Raureif, um den es sich genaugenommen auch bei den Eisblumen handelt, sieht man öfter: Nämlich auf den Pflanzen. Wie in Zucker getaucht trägt der Lavendel winzige Reif-Mützchen und die Heuchera- und Buchsblätter haben einen weißen Spitzenrand.

 
Die schönsten Eisblumen hat mir aber mein Mann mitgebracht.....
 
Ebenso hübsche Eisblumen wünscht Euch
Renee


Donnerstag, 24. November 2016

Kleine Advents-Bastelei

Die Zeit rast und schon stehen wir kurz vor der Adventszeit. Dieses Jahr bin ich zeitig dran und habe schon etwas gebastelt. Nichts anspruchsvolles, es ist alles ganz leicht und schnell fertig.
 
 
Zunächst einmal eine kleine Sternenkette. Gesehen habe ich eine ähnliche bei Tante Malis Gartenblog - ein ganz zauberhafter Blog.
Man braucht dazu nur hübsches Papier, dass nicht allzu dünn sein sollte, Schnur oder schmales Bändchen, Schere und Kleber. Um die Sterne hübsch auszuschneiden ist eine Vorlage hilfreich, ich habe mit einer Plätzchenbackform vorgezeichnet.
Ausschneiden, Kleber, draufpappen... es ist so einfach, die Fotos sind quasi selbsterklärend.
 
Der zweite Bastelvorschlag ist ein wenig "künstlerischer", aber keine Bange, auch dies ist ganz einfach: Weihnachtliche Kerzengläser mit Wachsmalerei
Vielleicht habt Ihr auch diese Duftkerzen im Glas und die Kerze verbraucht, das Glas aber aufgehoben? Wenn nicht - jedes andere Glas geht natürlich auch.
Mit Kerzenverzierstiften habe ich nun das zähflüssige Wachs in beliebigen Mustern auf die Gläser gemalt. Vorlagen können hinter das Glas mit Klebeband befestigt eine Hilfe bei komplizierteren Dekos sein. Der Malstift sollte rasch über das Glas geführt werden, das Wachs kommt ziemlich schnell aus dem Stift. Bei Patzern kann man sehr gut ein Wattestäbchen verwenden und damit "löschen". Die kleine Glaskunst braucht lange zum Trocknen. Wartet einen Tag bis zur Verwendung der Gläser und vor allem in der Zeit nicht gegen stippsen...
 
Der Vorteil ist, man kann das Wachs nach den Festtagen einfach ablösen und eine andere Deko malen (so werden aus Schneeflocken vielleicht Osterhasen...).
Das hat wirklich Spass gemacht, probiert es doch auch einmal!
Viel Freude am Nachbasteln
wünscht Euch
Renee


Freitag, 18. November 2016

Rezept gegen November-Blues: Zwiebeln vortreiben!

 
Draußen ist es jetzt schon ziemlich ungemütlich - auch wenn die Sonne sich kurz sehen lässt, die regnerischen Tagesabschnitte haben in letzter Zeit das Regiment übernommen. Dazu die Kürze der Tage, dunkel, dunkel und grau.
Ein Mittel nicht im November-Blues zu versinken ist das Vortreiben von Blumenzwiebeln. Den Frühling sozusagen herbei "basteln"....

Neben der herkömmlichen Methode, Blumenzwiebeln in Erde auszulegen, finde ich es sehr schön, die Zwiebeln in Wasser zu ziehen. Als "Substrat" für den Halt können Splitt oder Kieselsteinchen, Muscheln und Schneckenhäuschen verwendet werden. Ich habe mich für Glasmurmeln entschieden, weil sie so ein schillerndes Lichtspiel geben. Glas-Glanz gegen November-Grau!
Und damit die Glaskugeln auch gut zur Geltung kommen, werden sie in dekorative Glasgefäße gefüllt.
Die Zwiebeln oben drauf gesteckt, Wasser eingefüllt. Wichtig ist, dass der Zwiebelboden nicht im Wasser sitzt. Sonst fault es und hier habt keinen Spass dran... Also am besten 0,5 - 1 cm tiefer als die Zwiebeln sitzen, einfüllen.
Nächster Schritt: Die Gefäße dunkel und kühl (Keller, Vorratskammer..) aufstellen und ca. 2-3 Monate Dunkelhaft verhängen. Aber Wasser nachgießen nicht vergessen!
Dann sollten die Zwiebeln Wurzeln und Triebe gebildet haben. Nun dürfen sie wegen guter Führung ans Licht, sie brauchen es nun hell, damit es keine spillerigen Langtriebe werden.
Hier habe ich eine Mischung von Traubenhyazinthen in Schalen gesetzt. Die kleinen Zwiebeln keimen sehr schnell.
 
Für die blauen Hyazinthen musste es etwas größeres sein: Ein Sektkühler ist hier das Richtige. 
 
 
Und dann waren noch zwei Zwiebeln übrig.... genau richtig für die beiden Hyazinthengläser. Hiermit geht es am einfachsten. Mit Hütchen über der Zwiebel ist Dunkelheit garantiert. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Wasser während der Entwicklungszeit leicht ausgetauscht werden kann.
Bei den "Ersatzsubstraten" geht das nicht so einfach und wenn es nicht unbedingt wegen Eintrübung des Wassers nötig erscheint, gieße ich nur frisches Wasser nach.
 
Viel Spass beim Nachmachen
wünscht Euch
Renee