Montag, 11. Juli 2016

Spider und UFo´s

Was sich zunächst wie aus einem Science-Fiction-Film anhört, sind Bezeichnungen von Taglilienformen, die häufig verwechselt werden. So sind viele gängigerweise als "Spider" titulierte Taglilien tatsächlich "UFo´s" - und umgekehrt.
Was ist also der Unterschied bzw. was ist typisch für die jeweilige Form?

"Spider", spinnenartige Formen, wurden von der AmericanHemerocallisSociety (AHS) als solche definiert, bei denen das Verhältnis von Länge zur Breite der Blütenblätter mindestens 4 : 1 entspricht.
Sie sehen filigran, luftig und leicht aus. Hohe Sorten sind ausgezeichnet im Hintergrund von Pflanzungen zu verwenden. Nur nicht in den Schatten setzen, denn sie suchen das Sonnenlicht und können dann "lange Hälse" machen und auf dem Boden liegen.
Spider waren bereits in den 40er und 50er Jahren populär und in den 90er Jahren war die Nachfrage erneut hoch.

Wie es aber so ist, Pflanzen lassen sich ungern in eine mathematische Schublade pressen. Die Züchtungsarbeiten gingen weiter und es entstanden viele Sorten, deren Blütenverhältnis nicht der Klassifikation entsprach. Für die, die nun in keine der bisherigen Kategorien (und es gibt noch einige..... ) passten, sondern die eine nicht exakt einzuordnende Form aufweisen, wurde die Bezeichnung "UnusualForm" (UFo) eingeführt.
Das ist natürlich eine stark verkürzte Darstellung einer noch andauernden Diskussion, wie diese "ungewöhnlichen" Blütenformen zu erfassen sind.
Ufo´s haben "etwas mehr Fleisch auf den Rippen", wirken dadurch in der Regel ein wenig schwerer, aber dennoch ebenfalls schwebend und elegant. Bei hohen Sorten sind die Proportionen meiner Meinung nach am besten ausgewogen.

Wie schaut das also aus...
Spider:
Oben links: Watchyl Lavender Blue (Kreger 1998)  Oben rechts: Black Arrowhead (Roberts-N. 2002)
Unten links: Carolicolossal (Powell - L.K. 1968)  Unten rechts: Free Wheelin (Stamile 2004)
Oben: Twiggy (Dickerson 1990)
Unten: Wilson Spider (Wilson-Oakes 1987)
Rechts: Magic of Oz (Herrington-H. 1995)
 
Unusual Form:
 
Oben: Oben: Boitzer Marie Claire (Hohls 2015)
Unten: Wild and Wonderful (Stamile 2002)
Rechts: Quasimodo (Stamile 2001)
 
Und dann dies:
Lake Norman Spider (Carpenter-K. 1981)
Nein, kein Spider. Der Name führt auf´s Glatteis - es ist ein UFo! Sieht man die breiten Blütenblätter kommt die Wahrheit ans Licht...
 
Eine sonnige Woche wünscht Euch
Renee
 
 
 


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen